Neue Auktion
Anleger verdienen wieder Geld mit Bundesanleihen

Bei der vergangenen Auktion liehen Investoren dem Staat das Geld zum Nulltarif. Dieses Mal erhalten sie wieder eine Rendite – auch wenn diese sehr, sehr gering ausfällt. Niedrigere Zinsen als zuvor muss Portugal zahlen.
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Berlin/LissabonAnleger verdienen mit dem Kauf von deutschen Staatsanleihen wieder Geld. Die Auktion von Bundesschatzanweisungen mit zweijähriger Laufzeit spülte knapp 4,1 Milliarden Euro in die Staatskasse, teilte die mit dem Schuldenmanagement des Bundes beauftragte Finanzagentur am Mittwoch mit. Die Investoren erhalten eine Durchschnittsrendite von 0,06 Prozent. Bei der vorangegangenen Auktion lag sie noch bei null Prozent. Entsprechend zog die Nachfrage an: Die Versteigerung war 2,1-fach überzeichnet, zuvor nur 1,5-fach.

„Nach wie vor ist die Nachfrage nach deutschen Anleihen in einem unverändert angespannten Marktumfeld sehr hoch“, sagte ein Sprecher der Finanzagentur. Allerdings sei „eine Belebung der Renditeerwartung im Markt zu erkennen“. Experten führen das auf das grüne Licht des Bundesverfassungsgerichts für den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank zurück, künftig Bonds kriselnder Euro-Staaten zu kaufen. „Auf diesem Niveau sind deutsche Staatsanleihen sehr attraktiv“, sagte Nomura-Analyst Artis Frankovics.

Weil die Spannungen in der Währungsunion nach dem Gerichtsurteil etwas nachgelassen haben, gewinnen riskantere Anlagen wie Aktien und Anleihen von Krisenländern an Attraktivität. Anleger für die als sicherer Hafen geltenden Bundeswertpapiere müssen deshalb mit höheren Zinsen gelockt werden. Bereits vorige Woche hatte sich die Durchschnittsrendite von Bundesobligationen mit fünfjähriger bei einer Auktion auf 0,61 Prozent nahezu verdoppelt. Dennoch ist dieses Niveau historisch niedrig.

Portugals Sparbemühungen werden belohnt

Höhere Zinsen als der Bund, aber niedrigere als zuletzt muss Portugal zahlen, dessen Sanierungsbemühungen von den Kapitalmärkten ungeachtet jüngster Rückschläge honoriert worden sind. Das Euroland bekam am Mittwoch frisches Geld zu deutlich günstigeren Konditionen als zuletzt. Wie die Schuldenagentur (IGCP) in Lissabon mitteilte, wurden Staatsanleihen in Gesamtwert von zwei Milliarden Euro platziert. Das Einnahmeziel wurde damit sogar um 250 Millionen übertroffen.

Bei der Versteigerung einer Anleihe mit 18-monatiger Laufzeit seien 1,291 Milliarden in die Staatskassen geflossen, hieß es. Dabei sei der Zinssatz im Vergleich zur letzten entsprechenden Emission vom 4. April von 4,537 auf 2,967 deutlich gesunken.

Ein zweites Geldmarkt-Papier mit einer Laufzeit von sechs Monaten kam im Gesamtwert von 709 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 1,7 Prozent unter dem Hammer. Im Juli hatte Portugal für sechsmonatige Anleihen noch eine Rendite von 2,292 Prozent anbieten müssen. Die Auktionen waren jeweils 2,4-fach sowie 3,1-fach überzeichnet.

Der Investmentchef der Bank Banco Carregosa, Filipe Silva, bezeichnete die Emissionen als Erfolg. Die jüngsten Rückschläge bei der Sanierung, die Massenproteste vom Wochenende gegen die neuesten Sparmaßnahmen und die Sorge vor einer Regierungskrise hätten überhaupt keinen Einfluss gehabt. Die Nachfrage der Investoren nach kurzläufigen portugiesischer Schuldpapieren sei sehr groß, sagte Silva der Nachrichtenagentur Lusa.

Portugal hängt seit 2011 am internationalen Finanztropf und war bei der Sanierung der Staatsfinanzen lange Zeit erfolgreich. Im August hatte Lissabon aber eingeräumt, man werde wegen des Einbruchs der Steuereinnahmen infolge der Rezession das für 2012 festgelegte Haushaltsdefizit-Ziel ohne zusätzliche Sparmaßnahmen nicht mehr erreichen. Die „Troika“ aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank (EZB), die Portugal 2011 mit einem 78-Milliarden-Euro-Paket unter die Arme griff, verlängerte daraufhin das Sanierungsprogramm des Landes um ein Jahr auf 2014.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kann man gar nicht wirklich glauben wenn man bedenkt wieviel Geld da verbrand wurde. Ich habe für mich beschlossen Schluss zu machen mit Atkienahndel und allen was dazu gehört und mir ein weiteres Busines aufzubauen als Kapitalanlage, da kam mir der 100 Wochen Kurs von
    http://www.netzverdienst.com/link.php?a=10782 einen guten Einstieg und wenn man genug hat um Anleigen zu erwerben, kann sich genauso gut ne Webseite aufbauen lassen.

  • Ganz ehrlich ist doch nicht deren Ernst Staatsanleigen an zupreisen? Das ist Heute so Morgen anderes und Übermorgen lassen Sie sich was neues einfallen! Da investiere ich lieber mehr Zeit und baue mir was eigendes auf. http://www.netzverdienst.com/link.php?a=10782 das sollte viel mehr empfohlen werden. Investiert in Internet Firmen oder baut eine eigende es verdienen immer mehr 1 Mann Unternehmen damit ihr Geld und wer viel Geld hat kann da leicht einen Einstieg finden.

  • Da freuen sich die hochneurotischen Deutschenhasser:

    Portual zaht weniger Zinsen, Deutschland mehr.

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