Neue Bewegung
Geschäft mit neuen Pfandbriefen zieht an

Das Geschäft mit neuen Jumbo-Pfandbriefen und ähnlichen europäischen Covered Bonds nimmt wieder Fahrt auf. Gestern begaben Banken aus Frankreich und Kanada neue Pfandbriefe. Zuvor waren es schon norwegische Sparkassen und die Landesbank Baden-Württemberg, die als erstes deutsches Haus seit Wochen wieder einen Jumbo begab.

cü FRANKFURT. Am gestrigen Donnerstag platzierten die französischen Immobilienfinanzierer Compagnie de Financement Foncier (CFF) und Caisse de Refinancement de l’Habitat (CRH) neue Jumbos, die beide deutlich überzeichnet waren. Gleichzeitig vergab die Royal Bank of Canada (RBC) das Mandat für den ersten Covered Bond aus Kanada.

„Totgesagte leben länger“, kommentierten die Analysten von Dresdner Kleinwort das wieder anziehende Geschäft. In den vergangenen Wochen hatte das angespannte Umfeld im Zuge der Verwerfungen an den Geld- und Kreditmärkten den Primärmarkt zum Erliegen gebracht. Anfang der Woche platzierten jedoch norwegische Sparkassen ihre erste Gemeinschafts-Emission, am Mittwoch begab die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als erstes deutsches Haus seit Wochen wieder einen Jumbo. Beide Emittenten mussten zwar für ihre Papiere leicht höhere Risikoprämien als vor dem Sommer zahlen, die Nachfrage war jedoch sehr groß, und die Jumbos hielten sich im Handel stabil. Zudem konnten die Emittenten die Jumbos am unteren Ende der angekündigten Preisspannen platzieren. „Das ist ein Super-Signal für den Markt“, sagte Derry Hubbard, Leiter Covered Bonds bei BNP Paribas.

Die Royal Bank of Canada beauftragte Barclays Capital, BNP Paribas, Commerzbank und ihre eigene Investmentbanktochter RBC Capital Markets mit der Platzierung eines Jumbos, also eines Papiers über mindestens eine Mrd. Euro. Die Investorenpräsentationen beginnen am 8. Oktober. Die Emission wird mit erstrangigen kanadischen Wohnimmobilien gedeckt sein.

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