Neuemissionen
Bund braucht mehr Geld als erwartet

Insgesamt 255 Milliarden holt sich der Bund am Kapitalmarkt - drei Milliarden sind kurzfristig hinzugekommen. Grund dafür sind die höheren Kosten, die der Euro-Rettungsschirm ESM verursacht. Die Steuereinnahmen sprudeln.
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BerlinWegen der Kosten für den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM muss sich der Bund im Sommer drei Milliarden Euro mehr von Investoren leihen als bislang geplant. Das Emissionsvolumen werde im dritten Quartal von 68 auf 71 Milliarden Euro erhöht, teilte die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur am Dienstag mit. Dazu soll das Volumen von zwei zehnjährigen und einer 30-jährigen Bundesanleihe um jeweils eine Milliarde Euro angehoben werden.

Insgesamt will sich der Bund in diesem Jahr 255 Milliarden Euro am Kapitalmarkt holen - fünf Milliarden mehr als Ende 2011 geplant. Im ersten Halbjahr sammelte er bei 35 Versteigerungen insgesamt 136,5 Milliarden Euro ein. Die Auktionen waren durchschnittlich 1,7-fach überzeichnet. "Die Flucht der Anleger in Qualität und sichere Häfen ist der derzeitige Trend", sagte der Chef der Finanzagentur, Carl Heinz Daube, zu Reuters. "Die Folge für den Emittenten Bund: Die Renditen haben sich im zurückliegenden Quartal auf historisch niedrigen Ständen über alle Laufzeiten bewegt." So konnte der Bundes erstmals eine mit einem Zins von null Prozent ausgestattete zweijährige Anleihe absetzen. Mittelfristig sei aber mit einer Gegenbewegung bei den Zinsen zu rechnen, auch wenn sich die Fundamentaldaten nicht geändert hätten, sagte Daube.

Der Bundestag hat vorige Woche mit den Stimmen der Koalition den Nachtragshaushalt unter Dach und Fach gebracht. Er sieht eine Neuverschuldung von 32,1 Milliarden Euro statt der ursprünglich veranschlagten 26,1 Milliarden Euro vor. Die Anhebung war notwendig geworden, weil Deutschland bereits in diesem Jahr 8,7 Milliarden Euro und damit zwei von insgesamt fünf Jahrestranchen in den Kapitalstock des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM einzahlen muss. Zudem fiel der Bundesbankgewinn aufgrund von Rückstellungen der Zentralbank wegen der Schuldenkrise deutlich niedriger aus. Dass die Nettokreditaufnahme nicht noch stärker nach oben gefahren werden musste, liegt an den weiter kräftig sprudelnden Steuereinnahmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Betrug am Volk! noch schlimmer an unseren Kindern. Angeblich sollen wir in unsere Kinder investieren?? Unsere Regierung nimmt Schulden auf um andere mit unserem Geld zu sanieren.
    Besser gesagt um sich persönlich zu profilieren. Das Schlimme ist, daß die mehrzahl der Mitglieder der Parteien ganz normale Menschen sein sollten. Ob SPD, CDU,CSU, FDP; alle stimmen dem zu???? Nun bleibt nur noch eine Hoffnung: Piraten; oder? Noch besser wir alle weigern uns sofort Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Wir ignorieren EURO-Vorschriften -die kosten uns auch immer mehr und sind meistens Unsinn- Dann wird es für die Geldvernichter - unseren sogen. Volksvertretern schwerer unser Geld zu verbrennen. Wir müssen dafür arbeiten, nicht die Politiker. Wär doch mal ein ganz praktikabler Ansatz: Überigens Firmen: Verlagert doch alle euer Firmensitze in die Länder die wir unterstützen; dann brauchen wir nichts mehr zu bezahlen und bekommen bald Unterstützung von den anderen???!!!!!!!!!

  • Die Steuereinnahmen sprudeln, die Wirtschaft wächst, der Arbeitsmarkt sieht gut aus. Das sollten doch ideale Bedingungen sein um Schulden abzubauen. Stattdessen wird weiter neu verschuldet. Worauf wird denn bitte schön gewartet mit dem Sparen? Bis die Wirtschaft einbricht und die Arbeitslosen zahlen steigen, um dann die Sozialausgaben zu kürzen? Und solche Leute wollen den Griechen, Portugiesen und Spaniern Lehren erteilen, wie man mit öffentlichen Geldern umzugehen hat? Lächerlich..

  • Neuverschuldung von 32,1 Milliarden Euro!!!
    Was für ein Wahnsinn. Man hört immer nur von Merkel und Schäuble das Deutschland so gut dasteht.

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