NRW-Bank emittiert eine neue Dollaranleihe
Die Euro-Kapitalmarktzinsen steigen weiter

Auch am Dienstag waren die Akteure an den Bondmärkten damit beschäftigt, etwaige Einflüsse des Wechsels an der Spitze der amerikanischen Notenbank (Fed) auf die Geldpolitik und die Anleihekurse auszuloten.

FRANKFURT/M. Der von US-Präsident George Bush als Nachfolger für Fed-Chef Alan Greenspan nominierte Ben Bernanke ist nach Meinung von Reinhard Krafft, Chef-Investment-Stratege der Dresdner Bank, für die Märkte auf alle Fälle berechenbar. Es sei gut, dass Präsident Bush nicht einen gänzlich Unbekannten nominiert habe. „Wir werten die Entscheidung als Zeichen für Kontinuität in der US-Geldpolitik“, sagte Krafft in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

„Mich hat die Reaktion der Bondmärkte auf die Nominierung Bernankes am Vortag überrascht“, sagte Marino Valensise, Leiter des Bereichs Anleihen bei Baring Asset Management. Die Gefahr einer verfehlten – nämlich zu restriktiven – Geldpolitik sei mit der Nominierung von Bernanke als Fed-Chef gesunken.

Die europäischen Anleihemärkte verzeichneten am Dienstag im Handelsverlauf massive Kursverluste. Im Hintergrund stand vor allem die Nachricht eines überraschend starken Anstiegs des Ifo-Geschäftsklimaindexes. Dies war jedoch zuerst auf positive Konjunkturdaten und anhaltende Inflationssorgen zurückzuführen. Der Dezember-Bund-Futures lag bei 121,01 um 69 Basispunkte niedriger. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sprang von 3,26 auf 3,33 Prozent.

Bei den „Treasuries“ (US-Staatsanleihen) waren die Kursschwankungen kaum geringer. Die Kurse zehnjähriger Treasuries wiesen zur Sitzungsmitte ebenfalls kräftige Abschläge auf, so dass deren Rendite zuletzt mit 4,53 Prozent (nach 4,45) errechnet wurde. Hierfür waren schwächer als erwartet gemeldete Konjunkturdaten ursächlich.

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