Nur für asiatische Privatanleger
Porsche sammelt Milliarden in Asien ein

Der Sportwagenhersteller Porsche will mit einer dreiteiligen Anleihe rund zwei Milliarden Euro am Anleihemarkt einsammeln. Im Rahmen dieser Transaktion hat der Konzern am Donnerstag einen Bond ohne feste Laufzeit mit einem Volumen von einer Milliarde Dollar begeben.

HB LONDON. Mit dem Bond, der sich an asiatische Privatanleger richtet, will der Stuttgarter Sportwagenbauer sich gegen Währungsrisiken absichern. Die Nominalverzinsung (Kupon) der Dollar-Anleihe liege bei 7,2 Prozent, teilte die mit der Leitung dieser Transaktion betraute Bank Merrill Lynch mit.

An institutionelle Anleger werde sie zu par (zum Reoffer-Preis) abgegeben. Sie sei in den ersten fünf Jahren nicht kündbar. Diese nachrangige Schuldverschreibung wird von Rating-Agenturen teilweise als Eigenkapital gewertet und daher als Hybrid-Bond bezeichnet.

Daneben sind noch je eine fünf- und eine zehnjährige Anleihe mit Volumina von jeweils mindestens 500 Millionen Euro geplant.

Der Renditevorsprung (Spread) der fünfjährigen Euro-Anleihe werde 30 Basispunkte über Swapmitte erwartet, sagte ein mit der Situation vertrauter Banker. Beim zehnjährigen Bond werde der Spread voraussichtlich bei 50 Basispunkten liegen. Das Papier solle am Freitag, nach Ende der Präsentation vor europäischen Investoren, begeben werden. Die Emission beider Euro-Anleihen wird von Barclays Capital, der HVB und Merrill Lynch geleitet.

Porsche hatte die dreiteilige Anleihe Anfang des Monats angekündigt. Der Sportwagenhersteller will das derzeit günstige Zinsniveau nutzen und seine finanzielle Flexibilität verbessern.

Bei einem Swap tauschen zwei Investoren variable Zinsverpflichtungen wie den Satz für Interbankengeld (Euribor) gegen einen festen Zinssatz. Das Mittel aus Geld- und Briefkurs ist die Swapmitte. Diese Größe dient als Orientierungspunkt für die Preisfestsetzung der meisten Neuemissionen.

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