Ölpreis und Inflationsgefahr
Anleihemärkte verlieren an Dynamik

Die gute Stimmung an den Märkten für Staatsanleihen hat sich eingetrübt. Angesichts steigender Kurse an den Börsen weltweit schichteten Anleger in Aktien um. In Europa verwies EZB-Ratsmitglied Yves Mersch angesichts des steigenden Ölpreises überdies auf Inflationsgefahren, so dass die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank stieg.

In den USA rentierten zehnjährige Treasuries drei Basispunkte höher als am Vortag bei 4,10 Prozent, das zweijährige Papier legte bei der Rendite sechs Basispunkte zu auf 3,21 Prozent. In Europa, wo die Kurse an den vergangenen drei Handelstagen geklettert waren, verlor die Entwicklung an Dynamik. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag am Nachmittag unverändert bei 4,05 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future notierte mit 114,85 Prozent 0,16 Basispunkte unter dem Vortagesniveau.

Allein in Großbritannien setzten die Gilts ihre Rally fort: Der Kurs des zweijährigen Papiers stieg den vierzehnten Handelstag in Folge – und damit so lange wie zuletzt 1992. Der Markt wolle die Bank of England geradezu zwingen, den Leitzins im Dezember zu senken, hieß es.

Der Staat Großbritannien begab gestern eine inflationsgeschützte 40-jährige Anleihe über 750 Mill. Pfund. Die Real-Emissionsrendite lag bei 0,831 Prozent.

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