Österreichische Bank
Bawag will 300 Millionen Euro einsammeln

Nachrangige Anleihen sind wieder „ in”. Erst kürzlich war die Allianz mit einer ewigen Anleihe gestartet; nun will sich auch die Wiener Bank Bawag so Geld am Kapitalmarkt besorgen. Dabei geht es um ein hübsches Sümmchen.
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WienDie Bawag PSK Bank AG hat eine im vergangenen Monat abgebrochene Emission nachrangiger Papiere wieder aufgenommen. Die Renditen auf Nachrang-Anleihen sind auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten gesunken.

Die Wiener Bank, die im Besitz der beiden Private-Equity-Gesellschaften Cerberus Capital Management und Golden Tree Asset Management ist, will laut einer mit dem Vorgang vertrauten Person 300 Millionen Euro (413 Millionen Dollar) über die Platzierung zehnjähriger Tier-2-Papiere beschaffen, die mit einer Rendite von 8,25% ausgestattet sind. Laut dem Euro Subordinated Financial Index von Bank of America Merrill Lynch ist die durchschnittliche Rendite bei nachrangigen Bankanleihen auf 3,49 Prozent gesunken.

Mit der Beschaffung von Kapital über Tier-2-Papiere folgt die Bawag dem Beispiel der italienischen Unicredit und der Londoner Standard Chartered Plc. Die Banken wollen die neuen Vorschriften erfüllen, die den Steuerzahler gegen Verluste beim Zusammenbruch eines Emittenten schützen sollen. Die Bank sagte die ursprüngliche Transaktion zu einer Zeit ab, als Bond-Investoren sich Sorgen darüber machten, dass US-Notenbank Federal Reserve ihre Stützungskäufe einschränken könnte.

„Die Bawag hat Anfang September gerade zu dem Zeitpunkt einen Tier-2 ins Gespräch gebracht, als die Panik der Märkte über eine Rücknahme der Bondkäufe der Fed am stärksten war, die Märkte waren volatil und der Appetit der Investoren war schwach”, sagte Roger Francis, Anleihe-Analyst bei Mizuho International Plc in London. „Heute stehen die Sorgen über eine straffe Geldpolitik weiter unten auf der Tagesordnung und die Nachfrage nach Renditen ist wieder da. Die Emission einer langfristigen Tier-2-Anleihe wird daher deutlich willkommener sein.”

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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