Papiere von Ford und General Motors eignen sich jedoch nur für kurzfristige Investments – Stabiler Ratingausblick
Autobonds locken mit hohen Renditen

Investoren, die bei Anleihen attraktive Renditen suchen, werden bei den Bonds der US-Autobauer Ford und General Motors fündig. Für Anleihen, die in gut drei Jahren fällig werden, bieten die Konzerne Renditen von 4,20 (Ford) bzw. 4,10 %. Das ist über ein Prozentpunkt mehr, als Bundesanleihen mit vergleichbarer Restlaufzeit bieten.

FRANKFURT/M. Dafür ist das Ausfallrisiko der Anleihen von Ford und General Motors auch höher als das der Bundespapiere, denen die Ratingagenturen die beste Ratingnote Dreifach-A bescheinigen. Gerade auf kurze Sicht dürfte das Anlegergeld aber auch bei Ford und General Motors sicher sein. Denn beide Konzerne haben zwar hohe Schulden, aber auch viel Bargeld. Ford hat über 23,5 Mrd. Dollar und General Motors über 26,5 Mrd. Dollar. „Das lässt das kurzfristige Liquiditätsrisiko gleich null erscheinen“, schreiben die Analysten von Morgan Stanley.

Die Kreditwürdigkeit von Ford bewertet die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) mit der Note „BBB-“ und damit mit der untersten Stufe der Investitionsklasse – zwei Stufen schlechter als die Bewertung von Fitch („BBB+“) und Moody’s („Baa1“). Bei General Motors vergibt S&P die Note „BBB“, eine Stufe höher wird die Kreditwürdigkeit von Fitch („BBB+“) und Moody’s („Baa1“) eingestuft. Dabei sind die Ausblicke für General Motors bei allen Agenturen negativ.

„Dennoch zeichnet sich bei den Ratings eine Bodenbildung ab“, sagt Markus Rohleder, Analyst für Autoanleihen bei der DZ Bank. Alle drei Agenturen bestätigten ihre Ratings, nachdem die US-Giganten überraschend positive Quartalszahlen vorgelegt hatten. Obwohl die Konzerne noch Probleme im Europageschäft haben, ihre Margen unter hohen Kaufanreizen leiden und sie das meiste Geld mit ihren Finanzierungstöchtern statt mit dem Verkauf von Autos machen, haben sie ihre Gewinnziele für dieses Jahr deutlich angehoben. Fitch setzte daraufhin den Ausblick für das Ford-Rating von stabil auf positiv.

Von den Ford-Zahlen war auch S&P positiv überrascht. „Sollte sich das Unternehmen weiter so gut entwickeln wie im ersten Quartal, müssten wir unsere Einstufung überdenken“, sagt Scott Sprinzen, US-Autoanalyst bei S&P. Daran, dass es so kommt, hat er aber große Zweifel. Bei General Motors sieht er trotz der positiven Quartalszahlen die weitere Entwicklung kritischer, unter anderem weil sich die Profitabilität der Autosparte in den USA erneut verringert hat.

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