Peripheriebonds
Anleihen aus Krisenstaaten sind gefragt

Die deutschen Bundesanleihen und Peripherieanleihen verzeichnen leichte Kursgewinne. Grund dafür ist Draghis Äußerung zur Geldpolitik der EZB. Konjunkturdaten aus Deutschland könnten ebenso weitere Impulse bringen.
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Die deutschen Bundesanleihen verzeichneten am Donnerstagmorgen leichte Kursgewinne. Am Vortag waren die Renditen deutlich gesunken, nachdem Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, geäußert hatte, die Geldpolitik der EZB werde auf absehbare Zeit akkommodierend bleiben. Davon profitierten auch die Peripherieanleihen.

Weitere Impulse könnten Konjunkturdaten aus Deutschland bringen. Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni laut einer Umfrage von Bloomberg News gestiegen. Die Zahlen werden um 9.55 Uhr MESZ erwartet.

Deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,75 Prozent zwei Basispunkte niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um zwölf Basispunkte auf 141,16 Prozent.

Peripherieanleihen konnten die Kursgewinne vom Vortag weiter ausbauen. Bei den zehnjährigen Italien-Bonds fiel die Rendite um acht Basispunkte auf 4,61 Prozent. Spanische Staatspapiere mit zehnjähriger Laufzeit rentierten zehn Basispunkte tiefer bei 4,73 Prozent. Bei den zehnjährigen portugiesischen Anleihen ging die Rendite um einen Basispunkt zurück auf 6,55 Prozent. In dem Land findet heute einen Generalstreik statt. Die beiden größten Gewerkschaften wollen damit gegen die Sparmaßnahmen der Regierung protestieren.

Am Primärmarkt wird im Tagesverlauf Italien auftreten. Das Land bietet fünf- und zehnjährige Papiere im Gesamtvolumen von bis zu 5 Mrd. Euro an.

Am Markt für US-Staatsanleihen tendierten die Kurse seitwärts. Zehnjährige Treasuries rentierten 2,53 Prozent. Im Tagesverlauf stehen Konjunkturdaten aus dem Mai an, die laut einer Bloomberg-Umfrage zeigen dürften, dass die Verbraucherausgaben um 0,3 Prozent gestiegen sind, nach einem Minus von 0,2 Prozent im April. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangen Woche voraussichtlich gesunken. Die Zahlen werden um 14.30 Uhr MESZ erwartet.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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