Polnische Anleihen leiden unter politischem Rechtsruck
Nominierung Bernankes löst Zinsanstieg aus

Der US-Bondmarkt hat am Montag mit zeitweise kräftig sinkenden Kursen – und demgemäß mit steigenden Zinsen – auf die Nominierung von Ben Bernanke als künftigem Chairman der US-Notenbank (Fed) reagiert.

ret/HB FRANKFURT/M. Bernanke soll den bisherigen Fed-Chef Alan Greenspan Ende Januar 2006 an der Spitze der US-Notenbank ablösen. Die Kursbewegungen stellten keinen Zweifel an der Qualifikation des aktuellen Wirtschaftsberaters von US-Präsident Bush dar, vielmehr seien sie Ausdruck jener allgemeinen Unsicherheit, die ein Wechsel an der Spitze der weltweit bedeutendsten Notenbank nun einmal nach sich ziehen müsse, hieß es von Ökonomen.

„Längerfristig ist Bernanke als eine gute Wahl zu sehen“, sagte John Canavan, Bondmarkt-Analyst des US-Finanzhauses Stone and McCarthy Research Associates. Wenn der Bondmarkt in den USA zunächst mit steigenden Zinsen auf die Nominierung Bernankes reagiert habe, so vor allem deshalb, weil sich dessen geldpolitische Theorien in der Vergangenheit vor allem am Erreichen bestimmter Inflationsziele orientiert hätten. Bernanke habe mit seiner Ansicht zur Entwicklung der Inflation in den vergangenen zwei Jahren oftmals falsch gelegen, sagte ein führender Wall-Street-Ökonom, der anonym bleiben wollte.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Abend zunächst von 4,44 Prozent auf 4,47 Prozent, fiel später aber wieder auf 4,45 Prozent zurück. Damit lag sie aber immer noch deutlich über dem Stand vom vergangenen Freitag von 4,39 Prozent. Anleger und Bondhändler fürchteten, dass die in dieser Woche noch zur Veröffentlichung anstehenden Daten zum US-Wirtschaftswachstum und zum Verbrauchervertrauen weitere Inflationssignale liefern könnten.

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