Populismus in Europa Euro-Austritte als Horrorszenario für Anleger

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„Chaos an den Märkten“
Bonds für die Ewigkeit
Dollar- und Euro-Scheine
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„Trau keinem über 30“ lautete ein Slogan der 68er-Bewegung. Investoren am Anleihemarkt können sich so eine Denke heute nicht mehr leisten. Der Niedergang der Zinsen in den vergangenen Jahren treibt sie verstärkt in Anleihen mit einer Laufzeit von 50 oder sogar 100 Jahren. Die Nachfrage ist groß, denn je länger die Laufzeit, desto höher die Verzinsung. Allerdings steigen mit der Laufzeit auch die Risiken. Ein Überblick über die Schuldner mit Langlauf-Bonds.

Hofburg in Wien
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Wien geht am Kapitalmarkt neue Wege: Österreich hat am 12. September 2017 eine Anleihe begeben, die erst in 100 Jahren fällig wird. Eine so langlaufende Anleihe hat noch kein anderes Land in der Euro-Zone öffentlich platziert. Und das mit Erfolg für die Regierung: Für die Anleihe im Umfang von 3,5 Milliarden Euro gaben Investoren Kaufaufträge über mehr als elf Milliarden Euro ab – und das bei einer Rendite von 2,11 Prozent. Im Oktober 2016 hatte Österreich bereits eine 70-jährige Anleihe begeben, auch das ein Novum für Euro-Länder. Eine Anleihe mit 50 Jahren Laufzeit hatte Österreich zuletzt im Jahr 2012 platziert.

Argentinien
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2,75 Milliarden Dollar hat Argentinien im Sommer 2017 mit einer Anleihe eingesammelt, die das Land erst im Juni 2117 zurückzahlen wird. „Anleger haben ein kurzes Gedächtnis“, sagt dazu Victor Fu, Stratege für Schwellenländer beim Broker Stifel Nicolaus und Co. mit Blick darauf, dass Argentinien zuletzt im Jahr 2001 pleiteging und sich viele Jahre mit den Gläubigern um die Umschuldungsmodalitäten stritt. Doch der Zinskupon von 7,125 Prozent lockte die Investoren. Platziert wurde der Bond zudem zu einem Kurs von 90 Prozent. Zurückgezahlt wird er – theoretisch – zu 100 Prozent, so dass sich für Käufer eine jährliche Rendite von 7,9 Prozent ergibt.

Frankreich
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Frankreich ist der Vorreiter bei der Bond-Generation „50 plus“. Die erste französische Anleihe mit dieser langen Laufzeit stammt aus dem Jahr 2005. Im Jahr 2017 war Frankreich erneut der erste Schuldner, der sich nach der Finanzkrise mit einem Ultra-Langläufer an den Markt wagte. Die Franzosen stockten am 5. Januar ihre im Mai 2066 fällige Anleihe um eine Milliarde Euro auf. Die Rendite des Papiers mit einem Zinskupon von 1,75 Prozent lag nur bei zwei Prozent. Dennoch sammelten die Banken bei der Bond-Auktion Kaufaufträge über gut zwei Milliarden Euro ein. Gefragt war das Papier vor allem bei Versicherern und Pensionskassen, die langfristige Anlagen suchen. Ein Großteil der Nachfrage kam laut Bankern dabei aus Japan. Zuletzt hatte Frankreich die im Mai 2066 fällige Anleihe im Juni 2016 aufgestockt. Damals lag die Rendite bei nur 1,4 Prozent.

Italien, Teil 1
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Ein italienischer Schuldschein über 50 Jahre hat Anfang Oktober 2016 Bond-Anleger begeistert. Für das Papier gingen Bestellungen im Volumen von 16,5 Milliarden Euro ein. Damit war der Bond fünfeinhalbfach überzeichnet. Weniger begeistert über die Rendite war Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank: Italien biete hier einen Zinskupon von 2,8 Prozent - wenig lohnenswert angesichts der langen Laufzeit.

Italien,Teil 2
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Bereits im Mai 2013 machte Italien mit einer 50-jährigen Anleihe von sich reden. Rom begab einen Bond über 500 Millionen Euro, der mit jährlich 4,75 Prozent verzinst wird. Die ersten 50-jährigen hat Italien im Jahr 2007 begeben, weitere folgten 2008 und 2010.

Spanien
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Gut sechs Wochen vor den vorgezogenen Neuwahlen hatte Spanien am 11. Mai 2016 bereits eine 50jährige Anleihe platziert. Die Nachfrage nach dem Bond im Umfang von drei Milliarden Euro war mit Kaufaufträgen von 10,5 Milliarden Euro enorm – und das obwohl das Land seit Dezember 2015 keine Regierung hat. Doch Kupon und Rendite von je knapp 3,5 Prozent, mit der die Anleihe platziert wurde, lockten Investoren. Zuletzt hatte sich Spanien im September 2014 für 50 Jahre eine Milliarde Euro bei Investoren geliehen. Der Kupon dieser Anleihe liegt bei vier Prozent.

Wie würden die Anleger auf einen Abschied Frankreichs vom Euro reagieren?

„Die Währungsunion wäre bei einem Frexit – Frankreichs Abschied vom Euro – kaum noch zu retten“, sagt Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. Bosomworth von Pimco sieht das ebenso, auch wenn er – wie fast alle Investoren und Analysten – nicht damit rechnet, dass es zu einer Präsidentin Le Pen und Frankreichs Abschied aus dem Euro kommt. Aber falls doch wäre laut Bosomworth „ein Chaos an den Märkten die Folge“.

Ablaufen würde das laut Weil so: Investoren würden ähnliche Schritte anderer Euro-Länder fürchten und nicht nur aus französischen, sondern auch aus Anleihen der Euro-Randländer fliehen. Diese Länder liefen somit Gefahr, den Zugang zum Kapitalmarkt zu verlieren. Weil: „Eine solche neuerliche Staatsschuldenkrise wäre wohl nur durch Kapitalverkehrskontrollen, ein noch massiveres Eingreifen der EZB oder durch eine Vergemeinschaftung der Schulden, sprich Euro-Bonds, einzudämmen.“ In Deutschland und anderen kleineren Euro-Ländern würde das aber wohl auf spürbaren Widerstand treffen.

Kann Frankreich seine Anleihen problemlos in einer neuen Währung zurückzahlen?

Marine Le Pen meint Ja. Das muss sie auch annehmen, denn: „Wenn ein neuer Franc abwertet, würden die Schulden Frankreichs faktisch deutlich steigen“, sagt Lenz von der DZ Bank. Doch die Rückzahlung in einer anderen Währung geht schon formal so einfach nicht. So müssen alle Staaten im Euro-Raum seit dem Jahr 2013 ihre neuen Anleihen mit sogenannten Collective-Action-Klauseln ausstatten. Das heißt, dass ein Land zum Beispiel die Währung der Anleihe nur ändern kann, wenn 75 Prozent der Gläubiger zustimmen. Diese Zustimmung dürfte es aber kaum geben. Von den französischen Staatsanleihen und Geldmarktpapieren im Umfang von 1,6 Billionen Euro sind laut DZ Bank etwas mehr als die Hälfte mit diesen Klauseln ausgestattet.

Würde das Frankreich von einer Umschuldung abhalten?

Nein. Die Partei Front National hat angekündigt, dass Frankreich seine Staatsschulden – neben denen der Zentralregierung auch die der Kommunen, staatlichen Stellen und Universitäten – im Wert von 1,7 Billionen Euro in neuen Franc zurückzahlen würde. Das entspricht rund 80 Prozent der öffentlichen Schulden im Wert von insgesamt 2,11 Billionen Euro. Der Grund: Diese Anleihen wurden unter französischem Recht begeben, von daher könne der Staat die Währung ändern. Die restlichen Anleihen würden in Euro getilgt. „Der Staat dürfte Möglichkeiten haben, per Gesetzesänderung die Währungsrückzahlung zu ändern“, meint Lenz von der DZ Bank. Aber: „Rechtlich unstrittig ist dies wahrscheinlich nicht.“

Was bedeutet das konkret?

Dass Le Pen mit einer Klagewelle rechnet. Dabei gibt es dafür abschreckende Beispiele: Argentinien plagte sich nach seiner Umschuldung im Jahr 2001 mehr als 15 Jahre mit klagenden Investoren herum. Neue Anleihen konnte das südamerikanische Land erstmals wieder im vergangenen Herbst begeben. Die Analysten der Société Générale gehen ebenfalls davon aus, dass der Gerichtsstand für Investoren wichtiger sein dürfte als die Anleihedokumentationen. Das ist auch deshalb wichtig, weil allein die Anleihen der Zentralregierung nach Angaben der französischen Notenbank zu 60 Prozent bei Investoren außerhalb Frankreichs liegen.

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34 Kommentare zu "Populismus in Europa: Euro-Austritte als Horrorszenario für Anleger"

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  • Die "unendlich" Reichen haben doch ihr Geld nicht mehr in Europa und nicht mehr als EURO.
    Da gibt es die besten Anlagemöglichkeiten ab 1 Millionen € in cash.
    Fragen Sie mal die privaten Bankhäuser und deren privaten Beratern. Denen ist der Euro und Europa völlig gleichgültig. Der "kleine" Mann ist wieder der Verlierer. An erster Stelle natürlich die Deutschen. Schon den Ausspruch der amerikanischen Diplomatin vergessen: The stupid Germans.
    Die war allerdings lange v o r Trump.

  • Es ist interessant zu beobachten, dass über Währungsfragen in Deutschland meist philosophisch debattiert wird, am liebsten aufgrund alternativer Fakten.

    Wenn Leute darüber sprechen, die etwas davon verstehen, werden sie von CDU/CSU/SPD gleich in die radikale Faschistenecke geschoben.

    Es gibt eben viele Wege, Deutschland in eine Währungsreform zu manövrieren, man muss nicht einmal Krieg dafür führen.

    Die Briten sind da cleverer, die sitzen auf ihrer Insel und schauen grinsend zu.

  • @Edelgard Kah
    Die BRD hat uns den Wohlstand gebracht. Es war als die Liebe zur Nation, die noch selbstbestimmende Politik über unsere Volkswirtschaft. Das Wirtschaftswunder war nur im Rahmen des Deutschen Volk (Nation) möglich. Wer sein Land, sein Volk und seine Nation nicht liebt und nur Hass und Schande für das eigene Land (Nation) empfindet, der sollte sich mal fragen, was ist, wenn alle diesen Hass und dies Schande für Deutschland (Nation/Volk) nachdem Ende des 2. Weltkrieg empfunden hätten...kollektiver Selbstmord der Überlebenden, wäre hier einzig richtige Schlussfolgerung. Sage Sie es halt einfach, wie es ist, Fr. Edelgard Kah.

  • @Frau Edelgard Kah16.02.2017, 17:44 Uhr

    Ja, Frau Kah da fällt mir wieder ein, der Euro ist ein Friedens- aber kein Währungsprojekt.
    Alles andere wäre auch zu schwierig um es zu verstehen.

  • Gemeinsame Währung oder Rückkehr zu den Nationalwährungen? Das ist für Europa sicher keine Schicksalsfrage. Aber Sie kennen sicher das Sprichwort "Man schlägt den Sack und meint den Esel":

    Der Sack, auf den die Rechtspopulisten einiger europäischer Länder einschlagen, ist der EURO. Gemeint ist aber, dass die an Brüssel abgegebenen Kompetenzen ins eigene Land zurückgeholt werden sollen. Als hätten wir im letzten Jahrhundert nicht die Erfahrung gemacht, dass der Nationalismus den Haß auf andere Völker schürt und zu zwei Weltkriegen mit Millionen von Toten geführt hat.

  • Gähn... mal wieder ein Horror für die Märkte? Es gibt keine zuverlässigen Vorhersagen über das Verhalten von Märkten... man erinnert sich an die Vorhersagen zum Brexit. Und? was war? Nichts wesentliches!

    Das Thema ist doch folgendes, auch wenn die sog. Wirtschaftswissenschaftler angelsächsischer Prägung das komplett anders sehen: eine gute Währung ist die Grundlage einer florierenden Marktwirtschaft! Nur einer solchen Währung wird nachhaltig Vertrauen entgegen gebracht. Das es gerade etwas weltweit etwas anders läuft liegt daran, dass die Investoren ja gar keine Alternativen haben.

    Also: lasst sie alle aus dem Euro austreten! Die Tatsache ist doch, dass beim Euro sowieso alle Regeln gebrochen werden und trotzdem bekommen die entsprechenden Länder den A... nicht hoch! Trotzdem wäre der Euro an ihrer Misere schuld... Wenn sie ihre nationale Währung haben, dann laufen sie alle in die (Hyper-)Inflation und müssen mal wieder eine oder mehrere Nullen streichen. Der Lebensstandard wird noch weiter sinken. Nach einer entsprechenden Chaosphase werden sie sich dann wieder an die Geldpolitik der DM/Euro angleichen, wie das früher auch der Fall war. Damals schimpften dann alle auf die böse Büba (in F), aber es blieb ihnen nicht anderes bzw. es war für sie erkennbar besser so... Kurz gesagt, die kommen alle wieder... nur die komischen Ausnahmeregelungen mit dem sie gerade die Stabilität gefährden gibt es dann nicht mehr... also viel Glück Frau Le Pen (übrigens: Ihre Landsleute sind leicht erregbar, Sie nutzen das ja auch... wenn Sie mit Ihrem Konzept eine Bauchlandung hinlegen... da könnten die etwas rabiat werden...)! :-)

  • bei all der Kritik an der EU , der finanziellen Schieflage Deutschlands ist es doch umso unverständlicher das die SPD nun eine Person zum Kanzlerkandidaten benennt, der als einer hauptamtlich Mitverantwortlichen zu bezeichnen ist, die angebliche Euphorie über Schulz wird bald vergangen sein wenn das gesamte Ausmass der Verschuldung der Eu Staaten incl Deutschlands ans Licht kommt
    Italien liegt schon jetzt bei 360 Mrd Griechenland fordert das nächste Hilfspaket usw
    Und ausgerechnet der EU verantwortliche Schulz soll nun Kanzler werden? J"edes Volk bekommt die Regierung die es verdient hat"

  • @Helmut Metz
    Sie nennen es "Schuldgeldsystem" was in dieser Weise nicht ganz richtig ist. Es ist ein Leistungsdefizit System. Man kann es auch Energie-Defizit System nennen. Der Leistungserbringer geht in Vorkasse bis er sein Produkt hergestellt und mit Gewinn verkauft hat bzw. er seine Forderung gegen über den Leistungsschuldner zu Cash gemacht hat.
    Und ohne Geld und auf Basis des Tauschhandel gesprochen...Der eine Mensch investiert seine Energie in die Herstellung eines Produktes und will für diese Energieleistung am Markt mit einen gleichwertigen Produkt (Energieeinsatz) eines anderen Marktteilnehmers (Produktes) entlohnt werden.
    Und zwar am besten so entlohnt werden, dass es für den Verkäufer und Käufer jeweils einen MEHRWERT darstellt. Der eine kann z.b. nur Äxte herstellen und der andere nur Wolldecken...beide Produkte werden jedoch für ein "Besseres und angenehmeres Überleben" auf dieser Erde mit ihren verschiedenen Klimazonen (=Märkte von Angeboten und Nachfragen) benötigt.
    Das Geldsystem ist nichts anderes als ein "Energie-Leistungserbringungssystem" das über den Tauschandel als universales Tauschmittel angesiedelt worden ist.
    Im Kern jedoch geht es immer um Leistungerbringung und Leistungsschuld. Energieaufwand und Energieertrag. Energiezufuhr durch Nahrung und Energieverbrauch durch Überleben (körperliche Kraft bzw. Wissen/Technikeinsatz).

  • Wie Roland Baader es einmal formuliert hatte: DENKEN IN FALSCHEN SYSTEMEN
    Französische Francs wären, genauso wie Euro oder Dollar, aber weiterhin UNGEDECKTES SCHULDGELD. Nach Gutdünken inflationier- / verdünnbar.
    DENKEN IM RICHTIGEN SYSTEM würde dagegen heißen: Abkehr vom staatsmonopolistischen Zwangs-Schuldgeld und Rückkehr zu wertgedecktem freiem Marktgeld!!
    Weiteres Beispiel für Denken in falschen Systemen: "Die Reichen werden immer reichen und die Armen immer ärmer".
    Ja, mit SCHULDGELD sind die Schulden der Einen nun einmal das "Geld" der Anderen - und da auf Schulden Zinsen zu zahlen sind, wachsen auf der einen Seite die Forderungen und auf der anderen die (Schein-)Vermögen.
    Und wenn Schulden nicht getilgt werden, wie es bei den Staatsschulden die Regel ist, dann wachsen sie halt wegen der Exponentialfunktion des Zinseszins exponentiell, wie hier sehr schön zu sehen:
    https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN
    Man kann durchaus konstatieren, dass die LÜGEN von Politikern, (Zentral-)Bankern und Systemmedien immer maßloser werden, je näher der Zeitpunkt kommt, wo die Verschuldungskurve innerhalb kürzester Zeit gegen unendlich geht und ein ZEITSPIEL nicht mehr möglich ist.
    Bis es soweit ist, kann auch noch ein Jens Weidmann (obwohl er es besser weiß) behaupten, Deregulierungen hätten die Finanzkrise verursacht.
    NEIN, es war das falsche (im doppelten Sinne) Geldsystem!!!

  • Alle Währungen sind endlich ! Mag sein, dass dies vordergründig nicht für USD, CHF und GBP geilt. Da steht zwar seit langem das Gleiche drauf, es ist aber nicht das gleiche drin wie vor Abschaffung des Goldstandards. Heute gibt es nur noch reine Papierwährungen und solche sind seit ihrer Erfindung alle früher oder später untergegangen. Was ich bedauerlich und erschreckend finde: wie kann man - für Mitglieder der EURO-Zone - die Mitgliedschaft in Europa an die Mitgliedschaft in der Währungsunion koppeln (wenn ich den Artikel richtig verstanden habe) ? Währung ist etwas Schnödes, Banales und total irrelevantes in dieser Welt. Sie ist beliebig austauschbar und war es auch immer. Der Kern Eurropa's besteht für mich immer noch in den Grundwerten, in denen sich trotz aller Unterschiede so unterschiedliche Völker wie die Finnen und die Zyprioten einig sind . Sie fragen, was das für Werte sind ? Ganz einfach: ein Kastensystem wie bspw. in Indien wäre bei uns undenkbar - um al nur ein offensichtliches Beispiel zu nennen. Die einen nennen es die Errungenschaften der Aufklärung - andere schauen etwas weiter zurück und stellen fest, dass viele der aufklärerischen ´Gedanken auch ganz gut mit dem Urchristentum harmonieren ...

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