Probleme mit Mittelstandsanleihen: German Pellets steht kurz vor der Pleite

Probleme mit Mittelstandsanleihen
German Pellets steht kurz vor der Pleite

Nach Informationen des Handelsblatts steht der Brennstoffhersteller German Pellets offenbar kurz vor der Pleite. Laut Gläubigerkreisen soll das Unternehmen für heute planen, einen Antrag auf Eigenverwaltung zu stellen.

Düsseldorf/FrankfurtDer Brennstoffhersteller German Pellets steht offenbar kurz vor der Pleite. Nach Informationen des Handelsblatts aus Gläubigerkreisen soll das Unternehmen planen, an diesem Mittwoch einen Antrag auf Eigenverwaltung zu stellen. Stimmt das Insolvenzgericht zu, könnte German Pellets seine Insolvenzmasse unter Aufsicht eines Sachwalters selbst verwalten. Eine Sprecherin von German Pellets äußerte sich auf Anfrage nicht dazu.

Der Schritt soll nach Handelsblatt-Informationen auf Initiative des Sanierungsexperten Frank Günther von der Münchener Agentur One Square Advisors geschehen, die German Pellets seit einiger Zeit berät. Günther soll vorübergehend auch in die Geschäftsführung von German Pellets berufen werden. Frank Günther selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Am Dienstag hatte German Pellets die für Mittwoch angekündigte Versammlung für Anleihegläubiger überraschend abgesagt. Tausende Anleger liehen dem Unternehmen insgesamt 226 Millionen Euro. Am 1. April läuft eine Anleihe aus (WKN: A1H3J6), für die der Brennstoffhersteller 7,25 Prozent Zinsen pro Jahr in Aussicht gestellt hatte.

Die drohende Pleite von German Pellets wäre eine weitere große Insolvenz in der schillernden Branche der Erneuerbaren Energie. Im Hintergrund soll sich bereits eine Art vorläufiger Gläubigerausschuss bilden. Diesem sollen nach Handelsblatt-Informationen unter anderen die Commerzbank, die Kreditversicherer Euler Hermes und Coface, ein Arbeitnehmervertreter, sowie die Bundesagentur für Arbeit angehören.

Dass bei German Pellets etwas nicht stimmt, ließ seit Mitte Januar bereits der Einbruch der Anleihekurse vermuten. Zum Jahresanfang stand die im April fällige Anleihe noch bei 96 Prozent, Ende Januar notierte sie bei knapp 17 Prozent und sackte bis Mittwochmittag auf nur noch rund ein Prozent ihres Nennwertes ab.

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