Rating-Agentur
Frankreich gerät ins Visier von Moody's

Weiterhin Alarmstimmung für Frankreich. Die Rating-Agentur Moody's sieht eine nachlassende Finanzkraft des Landes. In einem neuen Kreditbericht stellt Moody's zusammen, welche Reformen notwendig wären.
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New York Die französische Regierung muss nach Einschätzung der Rating-Agentur Moody's mit Reformen die Kreditwürdigkeit des Landes sichern. In ihrem jährlichen Kreditbericht über das Land erläuterte die Agentur, sowohl wirtschaftliche als auch fiskale Reformen seien entscheidend, damit die Top-Bonitätsnote „Aaa“ auch weiterhin mit einem stabilen Ausblick versehen werden könne.

Die Finanzstärke des Landes habe wegen der Belastungen durch die Finanzkrise nachgelassen. Deshalb will Moody's den stabilen Ausblick für die Bonitätsnote in den kommenden drei Monaten erneut auf den Prüfstand stellen.

Schon jetzt sei die Schuldensituation in Frankreich gravierender als in den meisten anderen mit „Aaa“ benoteten Ländern, warnte die Agentur. Zudem könnten im Zuge der Schuldenkrise weitere Belastungen auf die Staatskasse zukommen - etwa im Falle weiterer Hilfen für Länder oder die Banken.

Frankreichs Finanzminister Francois Baroin erklärte in einer ersten Reaktion im TV-Sender France 2, die Spitzenbonität seines Landes sei nicht in Gefahr, weil Frankreich bei der Verabschiedung von Maßnahmen zum Defizitabbau sogar noch dem Zeitplan voraus sei. Er räumte allerdings ein, dass die Wachstumsprognose für das kommende Jahr zu hoch gegriffen sein dürfte. Die angestrebten 1,75 Prozent seien angesichts der schwachen Wirtschaftsaussichten „wahrscheinlich zu hoch“. Eine Anpassung der Prognose sei deswegen zu einem späteren Zeitpunkt nötig.

An den Finanzmärkten zeigte die Ankündigung von Moody's Wirkung. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg um vier Basispunkte auf 3,08 Prozent. Der Risikoaufschlag zu vergleichbaren deutschen Papieren, deren Rendite sechs Basispunkte nachgab, erreichte mit 105 Basispunkten den höchsten Wert seit 16 Jahren. Auch die Kosten für die Kreditausfallversicherung des Landes (CDS) legten zu.

Die Unsicherheit über die Finanzstabilität einiger europäischer Länder machte sich auch an den zehnjährigen italienischen und spanischen Anleihen bemerkbar. Die Risikoaufschläge zu den deutschen Papieren stiegen um zwölf beziehungsweise elf Basispunkte. Bei zehnjährigen belgischen Anleihen kletterten die Aufschläge auf den höchsten Stand seit mindestens 2006.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die DM würde Europa und vor allem Deutschland retten.
    DM jetzt!

  • Die Ostblocktussi wird bald wieder vor dem TV dem deutschen Bürger einhämmern ,

    "DEUTSCHLAND HAT ÜBER SEINE VERHÄLTNISSE GELEBT " .

    Alles gelogen !

    Die unfähige Merkel - Regierung ( Merkel ,Schäuble)hat über ihre Verhältnisse gelebt !

    Wenn man mit dem deutschen Steuergeld so verantwortungslos
    umgeht ,der muß sofort aus dem Amt gejagt werden - das ist
    Volkes Rache.

    Und dann noch dem Normalbürger unterstellen ,er hätte über
    seine Verhältnisse gelebt ,daß ist natürlich starker
    Tobak .


    Das Deutsche Volk ist verraten worden durch unsere Murks-
    Politiker .

  • DEUTSCHLAND MUSS AUS DEM EURO AUSTRETEN . ES GIBT SONST

    KEINE ALTERNATIVE .

    WENN FRANKREICH FÄLLT DANN GEHT DEUTSCHLAND IN DIE PLEITE!

    WOLLEN WIR DAS ? NEIN !

    Deutschland muß in die " NEUE DEUTSCHE MARK "einsteigen .

    DIE EINZIGE RETTUNG .

    DIE NEUE BEWEGUNG " OCUPPY WALL STREET " MUSS DAFÜR

    EINTRETEN . JETZT !

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