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Moody's stuft italienische Banken herab

Erst das Land, dann die Banken: Die Ratingagentur Moody`s hat die Bonitätsnote für zwei italienische Großbanken und zwei Staatskonzerne gesenkt.
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Die Rating-Agentur Moody's hat die Bonitätseinstufungen der beiden größten italienischen Banken Intesa Sanpaolo und Unicredit gesenkt. Die Note für beide Institute reduzierte die Agentur in der Nacht zum Donnerstag auf „A2“ von zuvor „Aa3“. Auch die Kreditwürdigkeit staatlich kontrollierter Industrie-Konzerne wie Eni und Enel schätzte Moody's niedriger ein.

Die Agentur hatte erst am Dienstag italienische Staatsanleihen deutlich herabgestuft. Die Einstufung werde von „Aa2“ auf „A2“ gesenkt bei einem negativen Ausblick, teilte die Ratingagentur am Dienstagabend mit. Ihre kurzfristige Bewertung von „Prime-1“ behielt Moody's bei.

In der derzeitigen Schuldenkrise hätten sich für hoch verschuldete Euroländer wie Italien die Refinanzierungsrisiken verschärft, begründete die Agentur den Schritt. Das Vertrauen der Märkte sei erschüttert und die italienische Wirtschaft stehe vor großen strukturellen Herausforderungen. Das Risiko, dass Italien seine Haushaltsziele nicht erreichen kann, sei gestiegen und die staatlichen Reformbemühungen hätten gerade erst begonnen. Moody's hatte das Rating im Juni auf die Überprüfungsliste gesetzt.

Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte in einer ersten Reaktion, die Entscheidung sei erwartet worden. Sie arbeite daran, ihre Etatziele zu erreichen. Die Pläne dazu seien von der EU-Kommission gut aufgenommen und akzeptiert worden, hieß es in italienischen Medien. Das EU-Sorgenkind, dessen Staatsverschuldung im Juli auf mehr als 1,9 Billionen Euro anstieg, strebt bereits für das Jahr 2013 einen ausgeglichenen Etat an.

Im September hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Italiens von „A+“ auf „A“ herabgestuft. Als Grund verwies S&P auf pessimistischere Prognosen für das italienische Wirtschaftswachstum. Der Ausblick sei „negativ“, teilte S&P damals mit. „Die Herabstufung spiegelt unserer Meinung nach die schlechter werdenden Wachstumsaussichten für Italiens Wirtschaft wider“, begründete S&P den Schritt. Die zuletzt verabschiedeten Reformen reichten nicht aus, um gegenzusteuern. Der Regierung Berlusconi bescheinigte S&P eine mangelnde Handlungsfähigkeit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ratingagenturen sind die Handlanger von Investoren und trocknen aus wenn man sie nicht mehr mit Daten füttert.
    Jedes Land muss mit dem auskommen was es erwirtschaftet
    das muss auch jeder Bürger. Kommt es zur Verschuldung wird die Schufa mit dem Staat zum Henker.

    Warum also halten sich Politiker nicht daran?. Natürlich
    weil sie weit jeglicher Verantwortung stehen und nicht belangt werden können. Eine Ungeheuerlichkeit in diesen
    Korrupten Staat.

  • ach neee, ne?

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    Internationale Kapitalanleger genießen großzügige Ausnahmen
    Besser als die Bermudas

    Deutschland ist eine Hochburg für internationale Geldwäscher und Steuerhinterzieher. Laut einer Studie des "Netzwerks Steuergerechtigkeit" bietet die Bundesrepublik kriminellen Finanzgeschäften ein besseres Umfeld als einschlägige Steueroasen wie die Bermudas, die Insel Guernsey oder die Seychellen.

    Wie kann das sein?

    Das überraschende Ergebnis der Studie erklärt sich dadurch, dass die deutschen Finanzbehörden auf einem Auge blind sind. Die unterschiedlichen Maßstäbe im Steuerrecht sind politisch gewollt. Während deutsche Steuerzahler akribisch bis zur letzten Tank-Quittung ihre Steuerpflicht erklären müssen, genießen internationale Kapitalanleger großzügige Ausnahmen.

    Ein Finanzier aus Übersee will ein paar Millionen zinsbringend bei einer deutschen Bank anlegen? Herzlich willkommen! Von dem Konto erfahren deutsche Behörden nichts. Die Zinsen fließen unversteuert zurück ins Herkunftsland. Diktatoren, Geldwäscher und Kriminelle der Welt - Deutschland hat ein Herz für Euch!

    Derweil mischt Deutschland ganz vorne mit beim internationalen Steuerdumping. Profitieren sollen davon vor allem die deutschen Banken bei internationalen Anlergern. Doch ein ruinöser Wettbewerb um die niedrigsten Standards ist aussichtslos. Wenn die Länder weiter versuchen, ihre Position durch Steuerdumping auf Kosten anderer Staaten zu verbessern, wird es am Ende fast nur Verlierer geben.

    Der Kampf gegen internationale Steuerhinterziehung wird sich erst gewinnen lassen, wenn auch Länder wie Deutschland über ihren nationalen Schatten springen und auf kurzfristige Vorteile verzichten. Erst international einheitliche, transparente und überprüfbare Regeln der Besteuerung können diesem Wahnsinn ein Ende setzen.

  • Kalter Kaffee! Moodys zieht nur nach. Zudem ist die Qualitaet der amerikanischen Ratingagenturen sehr fraglich und zudem sehr stark politisch "eingefaerbt". Wuerden die Ratingagenturen nicht unter amerikanischer Flagge fahren, waere die USA wohl nur noch A3! Nur schade, dass sich Europa darauf einlaesst...doch vielleicht durschauen unsere Polit-experten das Spiel nicht.

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