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S&P entzieht der EU die Spitzennote

Irland hat den Rettungsschirm verlassen, Italien ist Berlusconi los, Deutschland erhöht die Renten – all das klingt, als sei die Euro-Krise bald vorbei. S&P sieht das anders und senkt das Langfrist-Rating der EU.
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Eine Euromünze in einer Wasserlache: Das Langfrist-Rating von S&P wird auf „AA+“ von „AAA“ gesenkt, teilte die US-Ratingagentur S&P mit. Quelle: dpa

Eine Euromünze in einer Wasserlache: Das Langfrist-Rating von S&P wird auf „AA+“ von „AAA“ gesenkt, teilte die US-Ratingagentur S&P mit.

(Foto: dpa)

SydneyStandard & Poor's entzieht der Europäischen Union ihre Spitzenbewertung. Das Langfrist-Rating werde auf „AA+“ von „AAA“ gesenkt, teilte die US-Ratingagentur am Freitag mit. „Unserer Meinung nach hat die Kreditwürdigkeit der jetzt 28 EU-Mitgliedstaaten insgesamt abgenommen.“

Als Grund für die schlechtere Note nannte S&P Spannungen bei den Verhandlungen über den EU-Haushalt. Diese signalisierten steigende Risiken, dass die EU in einigen Mitgliedstaaten an Rückhalt verlieren könnte. Der Entscheidung vorausgegangen war in den vergangenen Monaten außerdem eine Herabstufung der Ratings von Frankreich, Italien, Spanien, Malta, Slowenien, Zypern und den Niederlanden.

Ein paar Staaten hätten die Verabschiedung des Budgets zumindest zeitweise blockiert, erklärte S&P. "Wir halten es für möglich, dass die Verhandlungen vorzeitig wieder aufgenommen werden müssen", schrieben die Fachleute. Die EU hatte sich im Sommer nach monatelangem Streit auf einen Finanzrahmen bis 2020 geeinigt.

Da der Ausblick stabil sei, steht aber erst einmal keine weitere Überprüfung der Bonität an. Die EU darf keine Abgaben und Steuern erheben und wird daher größtenteils von ihren Mitgliedsstaaten finanziert. Einige Programme wie die Europäische Atomgemeinschaft laufen aber über Kredite des Staatenverbunds.

Die EU kann auf eigene Rechnung Kredite am Markt aufnehmen, gehört aber zu den kleinen Spielern am Anleihemarkt. Derzeit sind nach S&P-Berechnungen Anleihen im Volumen von 56 Milliarden Euro in Umlauf. Das Geld wurde überwiegend für Irland und Portugal benötigt.

Auf den Devisenmarkt wirkte die Aktion kaum. Es scheine ein kurzfristiger Negativ-Faktor für den Euro gewesen zu sein, reagierte Callum Henderson, Leiter Devisenanalyse weltweit bei Standard Chartered Plc in Singapur. Die Zeiten, in denen Ratingsenkungen einen nachhaltigen Effekt auf Wechselkurse hatten, würden wohl der Vergangenheit angehören.

  • rtr
  • dpa
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15 Kommentare zu "Rating: S&P entzieht der EU die Spitzennote "

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  • @Lungomolch

    DAS HAUPTPROBLEM IST EBEN NICHT DER EURO!! SONDENR DIE VERKOMMENEN EGOISTISCHEN POLITIKER!!! Die STERUGELDER VERSCHLEUDERN UND SICH DARAN BEDIENEN!!
    „Herr Präsident, ich möchte hier den großen amerikanischen Philosophen Murray Rothbard zitieren, der sagte, daß der Staat eine Institution des Diebstahls ist, wobei im allgemeinen Politiker und Bürokraten über Steuern das Geld ihrer Bürger stehlen, um es dann auf schändlichste Weise zu verschleudern.

    Dieser Ort hier bildet keine Ausnahme. Ich finde es faszinierend und kann es wirklich kaum glauben, wie Sie keine Miene dabei verziehen, wenn Sie über Steuerpflicht reden. Die gesamte Kommission und die damit verbundene Bürokratie zahlen keine Steuern. Sie bezahlen keine Steuern wie gewöhnliche Bürger, die Steuern zahlen. Sie haben alle möglichen Sonderregelungen, zusammengefasste Steuersätze, hohe Steuerschwellen, beitragsfreie Pensionen. Sie sind die größten Steuerhinterzieher in Europa, und trotzdem sind Sie hier am Predigen."

    DAS IST BRÜSSEL UND SCHÄUBLE IST DER BESTIMMER MIT SEINER IMUNITÄT!!

    Die Deutschen sind und bleiben ein vertrotteltes VOLK!!

    Während man in D über Lapaline schriebt um die Bürger dumm zu halten, demomstriert man in Brüssel gegen die EU!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/20/massenprotest-in-bruessel-polizei-riegelt-eu-viertel-ab/#comments

    Irgendwann werden noch Journalisten hängen. Ist nur ne Frage der Zeit wenn die Wut aus der Masse hoch kriecht. Und da werden auch keine Panzer mehr helfen.

    "

  • Liebe Cassi,

    der deutsche Michel wird nicht nur für die Baken zahlen, sondern auch bei den Versicherern. Was die meisten MIchel nicht Wissen, dass die Versicherer massiv Staatsanleihen = massiv Staatsschrottanleihen kaufen müssen. Auch die Sicherungsgesellschaft Protektor - AG kann da nie und nimmer im Ernstfall aushelfen, da hier die Versicherer untereinander bürgen = Schneeballsystem.

    Um die Versicherer schadlos zu halten, wurde im VAG der §89 installiert.

    § 89
    Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen
    http://dejure.org/gesetze/VAG/89.html

    Um ein Beispiel zu nehmen, sollten Italien und Spanien aus dem Euro austreten und Ihre Staatsanleihen nicht mehr bedienen oder massiv in eine neue Währung abwerten, dann währen alleine bei der Allianz schon die Reserven verballert. Die Allianz ist der finanzstärkste Versicherer am deutschen Markt. Viele andere Versicherer sind jetzt schon kurz vor der Pleite.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/ratingagentur-moodys-warnt-deutsche-versicherungen/8977798.html

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/23/crash-gefahr-boersenaufsicht-fordert-notfall-plaene-von-versicherern/

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vorsorgen-fuer-das-alter/lebensversicherungen-14-milliarden-euro-aus-gekuendigten-policen-12532042-l1.html

    http://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/betriebliche-altersvorsorge-mittelstaendlern-fehlen-100-milliarden-euro/9113288.html

    http://www.welt.de/finanzen/article121190916/Lebensversicherungen-droht-90-Milliarden-Euro-Loch.html

    Man könnte ohne Ende weitere Artikel dazu fügen.

    Nun sollte jeder Wissen wo die Reise hin geht!

  • Die EU ist gar kein legitimiertes Konstrukt und damit auch keine Person was in irgendeiner Form auch nur valide bewertet werden kann.

    Insofern Kokolores

  • Um festzustellen, daß diese 'EU' mit ihrer Eurosion
    von 30 Billionen Euros auf der Passivseite der Banken,
    9,8 Billionen der 'EU' Staaten, davon 2,1 Billionen
    Schulden der BRD, von denen Schäuble sagt, daß diese
    niemals zurückgezahlt werden können, am Ende ist,
    braucht man bestimmt keine Ratingagenturen.
    Ein Absenken des Ratings auf das 'd' - default - der
    'EU' wird nur deshalb nicht vorgenommen, weil sonst
    der gesamte CDS-Markt zusammenbrechen würde, und da-
    mit u.a. Goldman-Sachs seinen Konkurs anmelden könnte.

  • "S&P wird von der USA gesteuert. Wäre S&P neutral, wären die USA schon längst abgestuft. Die USA lebt ähnlich auf Pump wie Griechenland. Tja, liebe NSA-Mitleser, das ist die Wahrheit!"

    Genauso siehts aus.
    Diese Bewertungen sind eigentlich die Schlagzeile nicht wert. Echte Byte-Verschwendung.

  • Die Herabstufung ist richtig. Trotzdem gehe ich davon aus, dass S&P nicht neutral ist. Unsere Euro-Retter haben es bis jetzt nicht fertig gebracht, eine europäische Ratingagentur auf die Beine zu stellen (z.B. in der neutralen Schweiz). Das ist ein Armutszeugnis. Lieber neue Rettungspakete schnüren statt die eigentlichen Probleme anzupacken. Das Hauptproblem ist und bleibt der Euro.

  • @Michl

    DER GANZE WESTEN LEBT DOCH AUF PUMP UND WIRD UNTERGEHEN!!

    Alles nur eine Frage der Zeit bzw. eine Frage der Reichen, wann sie ihren Hals voll genug manipuliert haben. DANN LASSEN SIE DIE VÖLKER EINFACH VERELENDEN!! Das war udn wird dank Dummheit der Menschen auch immer so bleiben!

    Und ja, die USA wird mit Europa spielen. Bevor die ihre Weltmacht aufgibt, gibts hier wieder KRIEG! Mal sehen wann die Wallstreet die nächste Bank crashen lässt. Und das wird so kommen! Da die Menschheit ja zu blöd ist und vorallem gierig. Die USA macht doch mit der Welt was sie will.

  • S&P wird von der USA gesteuert. Wäre S&P neutral, wären die USA schon längst abgestuft. Die USA lebt ähnlich auf Pump wie Griechenland. Tja, liebe NSA-Mitleser, das ist die Wahrheit!

  • Entweder wird S&P von den USA benutzt, um von eigenen Problemen abzulenken oder die Deutschen Mainstream-Medien werden beschönigen die Situation in der EU.

  • Bis die Rechnung dafür kommt ...

    Eurozone's attempt to adjust banking system causes Germany to pay for mistakes ... French banks are on the verge of bankruptcy and the Eurozone might not live through 2014.

    http://voiceofrussia.com/2013_12_19/Eurozone-s-attempt-to-adjust-banking-system-causes-Germany-to-pay-for-mistakes-9638/

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