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Fitch bestätigt USA Bonitäts-Bestnote

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität der USA weiterhin mit der Bestnote "AAA" eingestuft. Große Euphorie wurde aber sofort gedämpft: Eine Herabstufung sei jederzeit möglich - der Ausblick bleibe negativ.
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Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität der USA weiterhin mit der Bestnote "AAA" eingestuft. Quelle: dpa

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität der USA weiterhin mit der Bestnote "AAA" eingestuft.

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New YorkBestnote für die USA: Die Ratingagentur Fitch stuft die Bonität der USA weiterhin als "AAA" ein. Wegen der anhaltend hohen Verschuldung muss die weltgrößte Volkswirtschaft allerdings jederzeit mit einer Herabstufung rechnen: "Der Ausblick bleibt negativ wegen der Unsicherheit hinsichtlich der Aussichten für zusätzliche Maßnahmen zur Defizitreduzierung, die mittel- bis langfristig nötig sind", teilte Fitch am Freitag mit.

Die Bestätigung der Top-Bonität spiegele die starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten sowie die Stärke der Währung wider. Zugleich lobte die Ratingagentur den Rückgang des Haushaltsdefizits.

Bis Ende des Jahres will Fitch erneut überprüfen, ob die USA weiterhin ein "AAA" verdienen. Standard & Poor's hatte dem Land im August 2011 die Spitzenbewertung entzogen. Moody's bewertet die USA zwar mit "AAA", hat den Ausblick aber auf negativ gesetzt.

An den Finanzmärkten waren die Reaktionen auf die Bestätigung der "AAA"-Bonität angesichts der späten Veröffentlichung gedämpft. Kurzfristig gingen die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen zurück, kehrten dann aber schnell auf das vorherige Niveau von 2,48 Prozent zurück.

  • rtr
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15 Kommentare zu "Ratingagentur: Fitch bestätigt USA Bonitäts-Bestnote"

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  • Kaum anders von Bitch zu erwarten und an Realitätsverlust zu steigern.Das hat System dort.Die Partylänge haben sie nicht mehr unter Kontrolle,der Zahltag kommt.Die Gläubiger warten nicht ewig!

  • Und genau darum machen sie es auch niemals.

  • Bei den Ratings werden viele Faktoren berücksichtigt, die derzeitige Schuldenquote ist nur einer davon.

  • diese Realität kann sicher der Lächerlichkeit nicht entziehen!!!!

  • Wer wundert sich denn über so etwas? Fitch ist eine amerikanische Ratingagentur und die wird dem Präsidenten samt Finanzminister doch nicht die Sommerferien vermiesen.

    Das hebt man sich für Europa auf.

  • "Das ist doch nur noch peinlich lächerlich und völlig unglaubwürdig"

    wieso?

    Solange das Maß der USD ist,
    solange gibt es wohl kein Land im Universum, welches über mehr Bonität verfügt als die USA.

    Die Profiteure des Systems haben keinen Grund, daran etwas zu ändern.
    Die Produktivkapitaleigner, die "Plantagenbesitzer" und Sklaventreiber in den Exportkolonien werden weiterhin waren gegen USD liefern - und die Bankster haben auch kein Interesse an einem Vertrauensverlust in den USD.

    ... und um die sonstigen wichtigen Personen kümmern sich Geheimdienst und Propagandamaschinerie.

    also: wenn daß kein AAA rechtfertigt ...

  • Die Meinung der Kapitalmärkte: http://www.rating-index.com/Rating_Staaten

  • Nun, die Ratingagenturen werden schon wissen, wie sie zu ihrem Urteil gekommen sind: "wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!"

    Hat sich Abercrombie & Fitch mal damit beschäftigt, wieviele US-Bonds die FED aufgekauft hat und warum sie das quasi tun musste (man munkelt, die Chinesen hatten keinen Bock mehr). Abercrombie sollte auch mal dezent darüber nachdenken, was wohl mit den US-Refinanzierungskosten passiert, wenn Japan ab ca. 2015 anfängt, massiv zu entsparen. Dann dürfte das AAA-Rating schnell passé sein. M.E. dient das AAA-Rating derzeit nur dazu, einen möglichst großen Teil des US-Schuldenbergs mit günstigen Anschlussfinanzierungen zu versehen. Sollte es dann durch die gigantischen QE-Programme zu einer Inflation kommen, hat die US-Regierung gewonnen und die Sparer haben verloren. Spannend dürfte es dann sein, was mit den kapitalgedeckten US-Pensionsfonds passiert - womöglich wird dann wieder auf das Umlageverfahren umgestellt, weil es - surprise, surprise - inflationssicher ist?

  • Wer interessiert sich für die Betrügeragenturen und ihre "Ratings"?

    Die USA weisen inzwischen eine Staatsverschuldung von 107% BSP auf.

    Und das Haushaltsdefizit liegt immer noch bei 6% BSP.

    http://www.usdebtclock.org/

    ...

    In dem Moment in dem die Chinesen die Geduld verlieren und aufhören die Schuldenparty der Yankees zu finanzieren gehen am Potomac die Lichter aus.

  • “Gott helfe unserem verfluchten Beschiss… das ist der dümmste Ort, an dem ich bisher gearbeitet habe”, schreibt einer der Geschäftsführer von Standard & Poor's. “Wie Sie wissen, hatte ich Schwierigkeiten zu erklären, wie wir zu diesen Zahlen gekommen sind, weil sie keinerlei Grundlage haben”, gesteht ein hochrangiger S&P-Analyst. “Wenn wir gerade mal wieder dabei sind, alles frei zu erfinden um Geschäfte zu raten, dann sind Quants [Finanzmathematiker] herzlich wenig hilfreich”, beschwert sich ein anderer S&P-Mann. “Lassen Sie uns hoffen, dass wir alle reich und pensioniert sind, wenn dieses Kartenhaus schliesslich zusammenbricht”, zieht ein weiterer sein Resümee.

    http://www.rollingstone.com/politics/news/the-last-mystery-of-the-financial-crisis-20130619

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