Ratingagentur
S&P hält Irland-Sorgen für überzogen

An den Kapitalmärkten ist die Sorge um Irland groß. Die Bankenkrise könnte das Land in die Pleite stürzen, so die Befürchtung. Doch bei einer führenden Ratingagentur heißt es nun, die Sorgen um die irische Wirtschaft seien übertrieben.
  • 0

HB WASHINGTON. Die Ratingagentur S&P ist bei der Bewertung der Schuldenkrise Irlands optimistischer als die Kapitalmärkte. Einige Leute machten sich Sorgen über eine Reformmüdigkeit in dem Inselstaat, sagte der Chef der Abteilung für Staatsratings, David Beers, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir können das genau genommen nicht erkennen."

Trotz möglicher weiterer schlechter Nachrichten aus der Bankenbranche werde sich die irische Wirtschaft wohl schneller erholen als die anderer europäischer Länder wie Portugal, Spanien oder Griechenland. Die Agentur hatte dem Land Ende August ein schlechteres Rating verpasst und dies mit höheren Kosten für die Stützung der heimischen Banken begründet. Andere Agenturen wie Fitch zogen nach und führten dies auch auf Sorgen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes zurück.

Die deutschen Perspektiven beurteilt S&P positiv. Die Fundamentaldaten deuteten auf Wachstum hin, sagte der für die europäischen Länderratings zuständige Moritz Krämer. Dies könne dabei helfen, die Euo-Zone wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Kommentare zu " Ratingagentur: S&P hält Irland-Sorgen für überzogen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%