Ratingagentur S&P
Trüber Ausblick für Frankreichs Wirtschaft

Die Ratingagentur S&P hat den Ausblick für Frankreich von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Die Agentur sieht keine kräftige Erholung der Konjunktur auf Frankreich zukommen. Auch Finnland musste leicht Federn lassen.
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BangaloreDie Ratingagentur Standard & Poor's hat ihren Ausblick für die Kreditwürdigkeit Frankreichs von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Die französische Wirtschaft könnte Probleme bei der Erholung haben, weil die Regierung womöglich nicht dazu in der Lage sei, wachstumsfördernde Reformen umzusetzen, erklärte S&P am Freitag.

Eine kräftige Erholung der französischen Konjunktur könnte ausbleiben und die finanzielle Lage des Staates könnte sich nach 2014 noch verschlechtern. Die Agentur stufte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum des Landes für die nächsten drei Jahre herunter.

Es sei davon auszugehen, dass das französische Defizit im Zeitraum von 2014 bis 2017 bei 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung liege, teilte die Agentur mit. Noch im April hatte Standard & Poor's einen Wert von 3,1 Prozent vorhergesagt.

S&P belässt sein Rating für Frankreich bei „AA“ - das ist die dritthöchste Bewertungsstufe der Agentur. Frankreich sei produktiv, habe ein hohes Pro-Kopf-Einkommen und ein niedriges Niveau der Haushaltsverschuldung, hieß es.

Der neue französische Haushaltsplan für 2015 sieht vor, dass das französische Defizit leicht von 4,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr auf 4,3 Prozent sinkt. Damit liegt es jedoch noch immer deutlich über dem EU-Grenzwert von 3,0 Prozent, den die mit massiven wirtschaftlichen und finanziellen Problemen kämpfende Regierung in Paris nach einem bereits gewährten Aufschub eigentlich im kommenden Jahr wieder einhalten soll.

Auch Finnland musste leicht federn lassen: Dem Land wurde das Spitzenrating "AAA" entzogen. Die neue Einstufung liege bei "AA+" mit einem stabilen Ausblick, teilte das US-Unternehmen am Freitag mit. Die wirtschaftliche Schwäche in Russland, besonders aber etwaige Probleme in der Euro-Zone könnten Finnland zusetzen. Die schwindende Nachfrage aus dem Ausland verschärfe dabei die strukturellen Probleme des Landes, erklärte S&P weiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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