RBS-Pläne
Milliardenplatzierung soll Verbriefungsmarkt wiederbeleben

Der Markt für Verbriefungen - also die Bündelung von Krediten zum Weiterverkauf an andere Investoren - liegt seit Ausbruch der Finanzkrise am Boden. Jetzt will die Royal Bank of Scotland dem Segment mit einer Milliarden-Platzierung neues Leben einhauchen. Folgen andere Institute dem Beispiel, wäre dies ein positives Signal für die Märkte.
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HB LONDON. Die staatlich kontrollierte Royal Bank of Scotland will den am Boden liegenden Markt für verbriefte Hypothekenkredite wiederbeleben. Das britische Institut plant die Bündelung und den Weiterverkauf solcher Darlehen im Volumen von umgerechnet mehr als 5,6 Milliarden Euro.

Die Hypothekenkredite, die als Sicherheiten dienen, seien private Baufinanzierungen aus Großbritannien, bestätigte die Bank am Dienstag. Der Verkauf sei in mehreren Tranchen geplant. Dies wäre die erste derartige Transaktion für die RBS, die zu mehr als 80 Prozent dem Staat gehört, seit Beginn der Finanzkrise.

Mit dem Verkauf von Krediten an andere Investoren schaffen sich die Banken in ihren Bilanzen Spielraum für neue Darlehen. Diese so genannten Verbriefungen sind in der Finanzkrise aber weitgehend zum Erliegen gekommen, weil die Anleger nach schlechten Erfahrungen mit faulen US-Immobilienkrediten keine Risiken mehr aufnehmen wollten. Dadurch blieben viele Geldhäuser auf ihren Darlehen sitzen.

Die Europäische Zentralbank sieht in einer Belebung des Verbriefungsmarktes den Schlüssel für eine nachhaltige Erholung der Finanzbranche. In den vergangenen Monaten gab es in Europa nur vereinzelte Milliardenverkäufe solcher Papiere, die mit Kreditforderungen besichert sind - so genannte Asset Backed Securities (ABS). Darunter war auch der deutsche Autobauer Volkswagen, der so Leasingforderungen ausplatzierte.

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