Reaktion auf Ifo-Index
Anleihekurse in Europa sacken weiter ab

Die Kurse der europäischen Staatsanleihen sind am Dienstag den elften Handelstag in Folge gefallen und damit so kontinuierlich wie seit 15 Jahren nicht mehr.

HB FRANKFURT. Die Bonds litten bislang auch unter den steigenden Aktien – deren Verluste vom Dienstag stützten die Festverzinslichen aber nicht. Bis zum Abend stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 3,86 Prozent, der Bund-Future verlor 0,40 Ticks auf 116,82 Prozent.

Als Auslöser für die Kursrückgänge respektive Renditeanstiege der Anleihen im Euro-Raum galt zunächst der positive Ifo-Index. Man müsse jetzt nachdenken, ob die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im kommenden Jahr sogar zweimal erhöhen werde, sagte Volkswirt Daniel Hupfer von MM Warburg der Nachrichtenagentur Reuters. Später belasteten zudem die überraschend deutlich gestiegenen US-Erzeugerpreise die Anleihen, weil sie Hoffnungen auf Leitzinssenkungen in Nordamerika weiter dämpften. In der für die US-Notenbank wichtigen Kernrate – ohne die Komponenten Energie- und Lebensmittel – stiegen die Produzentenpreise im November im Vergleich zum Vormonat um zwei Prozent; Volkswirte hatten einen Anstieg um nur 0,2 Prozent erwartet. US-Anleger störten sich daran weniger als Investoren in Europa: Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe pendelte um die 4,60 Prozent.

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