Refinanzierung
Deutsche Bank plant erstmals Pfandbriefe

Die Deutsche Bank schlägt angesichts der immer teurer werdenden Refinanzierung für Banken neue Wege ein. Deutschlands größtes Geldhaus will erstmals Pfandbriefe begeben, um günstiger an Geld zu kommen. Geplant sind nach Angaben eines Sprechers Pfandbriefe, die mit Hypotheken gedeckt sind.

FRANKFURT. Die Deutsche habe eine entsprechende Lizenz für die Platzierung der Papiere bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht.

Spekulationen darüber, dass die Deutsche Bank Pfandbriefe begeben könnte, gibt es schon lange. Vor gut einem Jahr hatte die Bank erklärt, dass Pfandbriefe ein Thema seien, das Portfolio dafür aber noch strukturiert werden müsse. Die für Emittenten aufwändigen Pfandbriefe lohnten sich für die Deutsche lange Zeit nicht, weil ihre unbesicherte Anleihen vor der Finanzkrise nicht viel teurer waren als Pfandbriefe anderer Häuser.

Inzwischen hat sich die Lage geändert. Die Rendite einer unbesicherten fünfjähriger Anleihen der Deutschen Bank liegt 1,45 Prozentpunkte über dem fünfjährigen Swap-Satz zum Tausch fester gegeben variable Zinsen. Zum Vergleich: Ein fünfjähriger Hypotheken-Pfandbrief der Deutschen Postbank rentiert derzeit 0,7 Prozentpunkte über dem Swap-Satz.

Im Zuge der Finanzkrise ist aber auch die Platzierung von Pfandbriefen deutlich teurer und schwieriger geworden. Vor einem Jahr konnten deutsche Banken große Hypotheken-Jumbo-Pfandbriefe teils noch mit Abschlägen zu den Swap-Sätzen platzieren. Seit Ende 2008 machen zudem staatlich garantierte Bankenanleihen den Pfandbriefen Konkurrenz. In diesem Jahr haben mit der Postbank und der Landesbank Baden-Württemberg nur zwei deutsche Banken große Jumbos begeben. "Mit der Deutschen Bank gäbe es zwar einen neuen potenziell großen Emittent. Das reicht aber nicht aus, um den Jumbo-Pfandbrief-Markt wiederzubeleben", sagt Leef Dierks, Analyst bei Barclays Capital.

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