Refinanzierung
Infineon kauft weniger Anleihen zurück als geplant

Mit widersprüchlichen Meldungen über den Rückkauf eigener Anleihen hat der Halbleiterhersteller Infineon einige Marktteilnehmer verwirrt. Der Konzern lässt sich das Rückkaufprogramm, das der Refinanzierung dienen soll, erheblich weniger kosten als ursprünglich geplant.

HB MÜNCHEN. Der angeschlagene Halbleiter-Konzern Infineon kauft deutlich weniger Anleihen zurück als angepeilt. Infineon werde insgesamt 39,3 Mio. Euro aufwenden, teilte das Unternehmen in der Nacht zu Dienstag in München mit. Eigentlich wollte der Konzern bis zu 150 Mio. Euro ausgeben. Für das eingesetzte Geld erhält Infineon Anleihen im Nennwert von 52,4 Mio. Euro und erfüllt damit das selbst gesteckte Ziel, maximal 75 Prozent des aufgedruckten Betrages zu zahlen.

Laut der Mitteilung von Infineon verringert sich der Nominalwert der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen von 578,0 auf 532,9 Mio. Euro. Bei der Umtauschanleihe sinkt der Nominalwert demnach von 66,35 auf 59,05 Mio. Euro.

Vorstandschef Peter Bauer hat die Refinanzierung zur vordringlichsten Aufgabe des Unternehmens erklärt. Infolge der Wirtschaftskrise waren Infineon die Aufträge weggebrochen, es fielen hohe Verluste an. Der Konzern will sich nun durch den Rückkauf finanzielle Luft verschaffen und hatte die Anleihebesitzer deshalb am 5. Mai aufgefordert, ihre Papiere anzudienen. Der Konzern muss bis Mitte kommenden Jahres die zwei Anleihen komplett zurückzahlen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%