Rekord-Renditen
Spanien wird unbezahlbar

Spanien muss für seine Schulden so viel zahlen wie niemals zuvor. Lange werden das die Südeuropäer nicht durchhalten, sagen Experten. Investoren fürchten, dass sich die Euro-Krise trotz Hilfspaketen weiter verschärft.
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Madrid/Frankfurt/TokioDie Sorge Sorge um Spanien wächst: Die Renditen für spanische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stiegen zuletzt auf mehr als 7,4 Prozent. Am Freitag war die Rendite für diese Papiere bereits auf 7,225 Prozent geklettert. Die Marke von sieben Prozent gilt als kritische Größe. Je länger die Rendite so hoch ist, umso unwahrscheinlicher wird es, dass Spanien seine Schulden zurückzahlen kann. Investoren wetten derzeit also auf die Pleite der Südeuropäer.

Dabei hatten die Die Euro-Finanzminister am Freitag endgültig grünes Licht für Kredite in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro für die angeschlagenen spanischen Banken gegeben. Mit dem auf 18 Monate ausgelegten Programm sollen bedürftige Geldinstitute rekapitalisiert werden, die aufgrund einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase in Schwierigkeiten geraten sind. Investoren befürchten aber, dass der spanische Staat trotz der Unterstützung für seine Banken selbst zum Kandidat für Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds wird.

Die Zeitung El Pais berichtete am Morgen, dass sechs spanische Regionen wohl die Zentralregierung um Hilfen bitten und den jüngst geschaffenen Notkreditfonds anzapfen werden. Der Risikoaufschlag von zehnjährigen spanischen Anleihen gegenüber Bundesanleihen beträgt mittlerweile 622 Basispunkte. Die Euro-Krise spitzt sich zu.
Denn auch italienische Papiere standen am Morgen unter Druck. Die Rendite von zehnjährigen italienischen Bonds stieg um 19 Basispunkte auf 6,34 Prozent. Bei zehnjährigen griechischen Papieren kletterte die Rendite in der Spitze um 135 Basispunkte auf 26,93 Prozent.

Die Troika der internationalen Gläubiger - Europäische Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds - wird am Dienstag in Athen eintreffen, um die Fortschritte des Landes bei der Erfüllung der Kriterien für die Hilfsgelder zu beurteilen. Der IWF werde einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' zufolge die Hilfszahlungen an Griechenland einstellen, da es bereits klar sei, dass das Land die Zusicherung, die Verschuldung bis 2020 auf 120 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt zu senken, nicht erfüllen kann. Die Renditen von zehnjährigen griechischen Anleihen zogen um 37 Basispunkte auf 25,52 Prozent an.

Am Devisenmarkt verlor der Euro deutlich. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,209 Dollar. Die Aktienmärkte gaben deutlich nach. In Frankfurt verlor der Dax im frühen Handel rund 1,2 Prozent auf 6550 Punkte. Unter Druck gerieten vor allem die Aktien der Finanzkonzerne, Deutsche Bank und Commerzbank. Auch an den anderen europäischen Börsen, ging es bergab mit den Kursen, besonders deutlich in Madrid und Italien.

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  • Ein bißchen Wahnsinn - stimmt hier überhaupt nicht mehr!
    Das ist nämlich ein unübersehbarer Schuldenmoraton - Ende
    offen!

    Rückblickend wären alle betroffenen Länder ohne den EURO
    mit den ganzen Auflagen, besser dran - nämlich wie vor
    der EURO-Zeit, da waren diese Länder wesentlich besser dran - wie auch immer!!!

    Man kann es bald nicht mehr hören, was ein EURO-Austritt der betroffenen Länder kosten würde. Ich sehe nur, wie hier immer weiter MILLARDEN verpulvert werden, meist auch
    noch für die Banken. Da kommt einem doch der Gedanke, diese am besten zu verstaatlichen mit vorgegebenen Risiko-
    produkten. Es kann doch nicht sein, daß diese immer wieder
    "gerettet" werden und sich im Vorfeld nicht darum scheren,
    es gar nicht so weit kommen zu lassen. Jedes andere Unter-
    nehmen müßte nämlich Insolvenz anmelden!!!

  • Ich wuensche mir, dass alle Politiker, die fuer den EMS und die Rettung der spanischen Banken gestimmt haben, nach der naechsten Wahl abgewaehlt und auf eine griechische Insel verbannt werden. Mit vielen Gruessen von Gunter Held zZt. im Urlaub am Schwarzen Meer www.gunter.held.it

  • Seit ich auf meiner Webseite geschrieben habe,daß die Euro-Zone jedes Jahr ein ESM verjubelt und Spanien geholfen werden kann, wird sie torpediert.

    http://www.bps-niedenstein.de/

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