Rekordnachfrage
Spanische Staatsanleihen waren Verkaufsschlager

Der Mut zur Ausgabe einer zehnjährigen Staatsanleihe hat sich gelohnt: Das Euro-Krisenland Spanien ist in seiner jüngsten Auktion auf eine Rekordnachfrage gestoßen. Für Deutschland wurde es dagegen etwas teurer.
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Madrid/BerlinSpanien hat sich erstmals seit über einem Jahr mit einem zehnjährigen Staatsanleihe an den Kapitalmarkt gewagt. Mit Erfolg: die Papiere sind gefragt wie nie. "Noch nie in der Geschichte des spanischen Finanzministeriums hat die Nachfrage ein so großes Volumen erreicht", sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

Die Investoren hätten Gebote im Volumen von 24 Milliarden Euro abgegeben. Kreisen zufolge sollen aber maximal sieben Milliarden Euro zugeteilt werden. Ursprünglich waren nur vier Milliarden geplant. Damit hat sich die Lage für das Land, das immer mal wieder als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm gehandelt wird, weiter entspannt.

Die Auktion kurzlaufender Geldmarktpapiere spülte zuvor 2,8 Milliarden Euro in die Staatskasse. Die Durchschnittsrendite für die dreimonatigen Papiere fiel mit 0,441 Prozent so niedrig aus wie seit März 2012 nicht mehr. Die Rendite für die Sechs-Monats-Papiere sank auf 0,888 Prozent, nachdem sie im Dezember noch etwa doppelt so hoch gelegen hatte.

Spanien hat eines der höchsten Defizite in der Währungsunion. Der EU-Kommission zufolge fiel es im abgelaufenen Jahr größer aus als erwartet. "Das Defizitziel wurde 2012 voraussichtlich verfehlt", hieß es in einem Bericht der Brüsseler Behörde. Der Fehlbetrag sollte ursprünglich auf 6,3 Prozent der Wirtschaftsleistung schrumpfen, von 9,4 Prozent 2011.

Für Deutschland wird es dagegen etwas teurer, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen. Seit Jahresbeginn sind die Zinsen gestiegen, allerdings auf niedrigem Niveau. Am Markt liegt der Zins für zehnjährige Bundesanleihen bei gut 1,5 Prozent, Ende Dezember waren es noch etwa 1,3 Prozent. Die mit dem Schuldenmanagement des Bundes betraute Finanzagentur nahm bei der Auktion einer inflationsgeschützten zehnjährigen Anleihe rund 800 Millionen Euro ein. Die Rendite fiel mit minus 0,19 Prozent einmal mehr negativ aus. Allerdings lag sie zuletzt doppelt so hoch im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @euroklopapier
    @pattama

    Ja, ja! So kennen wir unsere Euroskeptiker! Lügen bis die Balken sich biegen!
    Die Maastrichtkriterien wurden von Deutschland und Frankreich abgeschafft, also bitte auch nicht wundern, wenn Spanien sich auch nicht daran halten will.

    Und wann ein Land Pleite ist bestimmen nicht die Kommentatoren vom HB, sondern die Märkte.
    Aber nun gut Anonym kann man ja im Internet schreiben, was man will, da man sich ja niemals dafür rechtfertigen muss.
    Leider eine sehr heuchlerische Haltung.

  • Ja, genau. 1,5% für eine 10jährige Anleihe von einem Land was das die Mastricht-Kriterie der Gesamtverschuldung weit verfehlt hat, das ist einfach unglaublich. Einfach nur Verarschung ! Pleite ist Pleite ! ;-)

  • Wer es glaubt wird seelig! Und wer es nicht glaubt ist besser dran. Die verarschen uns doch nur mehr. Die EZB bzw. über den ESM wurden diese Papiere gekauft. Pleite ist pleite!

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