Rekordtief
Investoren stürzen sich auf deutsche Staatsanleihen

Die Griechen sollen über die Sparmaßnahmen im eigenen Land abstimmen - und versetzen damit die Anleger in Panik. Viele flüchten in deutsche Staatsanleihen. Die Zinsen erreichen ein Rekordtief.
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ParisNach der Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über die drastischen Sparmaßnahmen haben sich Investoren auf die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen gestürzt. Käufer deutscher Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren verlangten am Dienstagnachmittag nur noch eine Rendite von 1,785 Prozent. Auch die Rendite auf französische Schuldpapiere fiel, allerdings nur leicht auf 3,004 Prozent. 

Zugleich stieg aber der Abstand der französischen Schuldpapiere zu den deutschen Anleihen auf einen neuen Rekordwert - ein Zeichen für die Angst der Anleger vor einem Staatsbankrott Griechenlands. Der Abstand erreichte mit 122,5 Basispunkten den höchsten Wert seit Einführung des Euro. Frankreich wird zwar von den Ratingagenturen wie Deutschland bislang mit der Bestnote AAA bewertet. Allerdings halten französische Banken besonders viele griechische Anleihen. Muss Frankreich im Notfall einspringen, um die Geldinstitute zu stützen, könnte das auch für den Staat gefährlich werden. 

Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte am Montagabend angekündigt, sein Volk über die in der vergangenen Woche vereinbarte internationale Finanzhilfe und den Schuldenschnitt für das hoch verschuldete Land abstimmen zu lassen. 

Griechenland muss ein weitreichendes Sparpaket umsetzen, um die Hilfen in Anspruch nehmen zu dürfen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rekordtief: Investoren stürzen sich auf deutsche Staatsanleihen"

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  • Leute, kauft deutsche Staatsanleihen, die sind sicher! Ein Staat kann schließlich nicht pleite gehen.

    Was, Griechenland? Das ist doch was gaaanz anderes.

  • @otto15: Völlig richtig! Im Moment wächst immer noch eine unglaubliche Bundesanleihen-Blase, die vermutlich irgendwann demnächst platzen wird ...

  • @0177translator:
    Ich bin keineswegs ein Euro-Gegner, wenn der Euro so wäre, wie er gedacht war: ohne Gelddruck nach Wunsch der Politiker, keine gegenseitige Haftung etc..
    Allerdings muss man auch sehen, das der Dollar hinsichtlich der Kaufkraft keineswegs überbewertet ist - sondern im Gegenteil der Euro. Da alle Wechselkurse immer langfristig um die Kaufkraft-Paritäten herumschwanken und er z.Zt. überbewertet ist, wird der Euro gegenüber dem Dollar vermutlich bald deutlich abstürzen, bis er unterbewertet ist. Hatten wir in den letzten Jahren auch schon - zur Zeit wäre das wohl bei 1,00 bis 1,10 der Fall, wenn ich mir typische Preise in den USA ansehe..

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