Rendite vor der Schmerzgrenze
Marode Banken ruinieren Spanien

Der Kapitalbedarf der spanischen Institute zwingt das Land langsam in die Knie. Neue Staatsschulden sollen die benötigten Milliarden finanzieren. Indes tastet sich die Rendite für Anleihen an die Schmerzgrenze heran.
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Madrid/BrüsselSpanien droht unter der Milliardenlast seiner Bankenprobleme zusammenzubrechen und drückt damit auf die Börsen und den Euro. Das Land will die benötigte Kapitalhilfe von aktuell über 19 Milliarden Euro für die marode Sparkasse Bankia über neue Schulden aufbringen, sagte am Dienstag ein mit der Angelegenheit vertrauter Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Außerdem werde wohl am Freitag ein Mechanismus geschaffen, um die Kreditaufnahme der spanischen Regionen zu zentralisieren und zu kontrollieren.

Die EU-Kommission bestätigte, mit Spanien über die Bemühungen zur Bankia-Rettung in Kontakt zu sein. Über Konkreteres sei man bisher jedoch nicht informiert worden. Die Rendite für spanische zehnjährige Anleihen stiegen zeitweise bis auf 6,76 Prozent - ein Niveau, das dauerhaft für Spanien kaum zu tragen ist.

Angesichts der massiven Probleme im spanischen Bankensektor, die ihre Ursache größtenteils in der geplatzten Preisblase am Immobilienmarkt haben, bezweifeln viele Experten, dass Spanien die Lasten auf Dauer ohne europäische Unterstützung tragen kann. Bislang erklärt die Regierung allerdings immer wieder, sie wolle die schwierige Lage aus eigener Kraft bewältigen.

Der Euro notierte am frühen Nachmittag bei etwa 1,253 Dollar, nicht weit entfernt von seinem Jahrestief von knapp 1,25 Dollar. Der deutsche Aktienindex Dax gewann um rund 0,5 Prozent, während sich der spanische Ibex-Index um 2,6 Prozent abschwächte.

In Madrid setzten Bankia-Papiere ihre Talfahrt fort. Die Aktien verloren knapp sechs Prozent auf 1,29 Euro. Am Pfingstmontag waren sie zeitweise um 30 Prozent abgestürzt. Das angeschlagene Finanzinstitut Bankia entpuppt sich für den spanischen Staat als Loch ohne Boden. Am vergangenen Freitag erbat es über die schon zuvor gezahlte Barhilfe von 4,5 Milliarden Euro hinaus weitere 19 Milliarden Euro vom Staat.

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  • Deutschland MUSS die spanischen Pleitebanken retten!
    ====================================================

    Eine Möglichkeit wäre, Deutschland erhöht die MwSt auf 25%. Dann wäre das Geld vorhanden, die spanischen Pleitebanken zu "retten", und unsere Politclowns können wieder sagen: "Am deutschen Un-Wesen wird die Welt genesen".
    Wir können auch einen "PII(F)GS-Soli" einführen; z.B. 10% auf den Steuersatz.
    Oder wie wäre es mit einer "PII(F)GS-Versicherung"? Wir sind doch so "solidarisch".
    Und das die "Bankster" auf ihre Boni verzichten sollen, ist "unmenschlich".
    /Sarkasmus off

  • In wie fern wird das Thema spanische Banken die deutschen Banken betreffen ?

    Danke für die Antworten

  • Damit duerfte der Wert der diversen europaeischen Stresstests der Banken nun klar sein: Muster ohne Wert !

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