Renditen in der Euro-Zone sinken weiter
Versandhändler Otto bietet mehr als sechs Prozent

Die Otto GmbH und Co KG wird voraussichtlich in dieser Woche ihr Debüt am Anleihemarkt geben. Der Versandhändler plant eine nachrangige Anleihe über 300 Mill. Euro, die er zum Teil auf sein Eigenkapital anrechnen kann.

FRANKFURT/M. Die Konsortialführer Deutsche Bank und Morgan Stanley öffneten gestern Mittag die Auftragsbücher für den Bond. Dabei war die Nachfrage in den ersten Stunden dem Vernehmen nach recht gut.

Die Anleihe wird nach Informationen aus Konsortialkreisen mit einen Zinsschein um die 6,5 Prozent ausgestattet werden. Nach sieben Jahren kann Otto die Anleihe kündigen. Macht der Versandhändler keinen Gebrauch von dem Kündigungsrecht, ändert sich die Verzinsung von fix auf variabel und wird deutlich steigen. Ursprünglich war von einem Kündigungsrecht nach zehn Jahren die Rede gewesen.

Nachrangige Anleihen sind bei Unternehmen in diesem Jahr in Mode gekommen. In diesem Jahr begaben der Chemie- und Pharmakonzern Bayer, Südzucker, die Versorger Vattenfall und Dong sowie der Einzelhändler Casino nachrangige Bonds zur Verbesserung ihrer Eigenkapitalstruktur. Hybrid-Anleihen haben formal eine unendliche oder sehr lange Laufzeit. Außerdem bekommen die Besitzer dieser Anleihen ihr Geld bei einem Konkurs des Unternehmens erst nach den anderen Gläubigern. Wegen dieser höheren Risiken und der im Zweifelsfall geringeren Rückzahlungsquote bieten Hybrid-Anleihen eine höhere Verzinsung als herkömmliche Bonds. Die Ratingagenturen bewerten Hybrid-Anleihen in der Regel um zwei Stufen schlechter als vorrangige Anleihen.

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