Renditevergleich
Portugal-Bonds schlagen Bundesanleihen

Portugiesische Bonds sind Europas beliebteste Staatsanleihen. In diesem Jahr kommen sie bislang auf einen Ertrag von 28 Prozent. Möglicherweise kommt sogar noch was obendrauf, sagen Experten.
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Für die ersten sieben Monate 2012 kommen Portugal-Anleihen auf einen Ertrag von 28 Prozent. Das ist die beste Entwicklung unter 26 Anleihemärkten, wie Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS) zeigen. Bundesanleihen brachten den Investoren 4,1 Prozent ein, mit spanischen Staatspapieren kamen sie auf Verluste von 5,1 Prozent. Die Rendite der Portugal-Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die sich umgekehrt zum Kurs verhält, ist seit Ende Januar um sieben Prozentpunkte gesunken.

„Da ist immer noch Musik drin“ für die Investoren, sagt David Schnautz, Stratege für Festverzinsliche bei der Commerzbank AG in New York. Für diejenigen, die etwas „risikotoleranter“ seien, gebe es noch Potenzial bei den Bonds. „Zum Jahresende sollten die Renditen niedriger liegen als jetzt“, fügt er an.

Portugals Erfolge bei der Umsetzung der Bedingungen, die an das Rettungspaket im Volumen von 78 Mrd. Euro geknüpft sind, haben die Kurse seiner Staatsanleihen gestützt - selbst als das Nachbarland Spanien im Juni um Rettungsgelder in Höhe bis zu 100 Mrd. Euro für seine Banken ersuchte und damit Besorgnis vor Ansteckungseffekten auslöste.

Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho will das Land bis September 2013 zurück an den Kapitalmarkt führen. Nach seinen Angaben kann Portugal auf weitere Hilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) zählen, sollte dem Land aus „externen Gründen“ weiterhin der Zugang zum Kapitalmarkt verschlossen bleiben.

Zehnjährige Portugal-Bonds rentierten am Montag bei rund 10,45 Prozent, zweijährige Papiere bei 6,09 Prozent. Ende Januar noch waren die Renditen bis auf 18 Prozent beziehungsweise 22 Prozent geklettert. Der Risikoaufschlag der zehnjährigen portugiesischen Bonds gegenüber deutschen Bundesanleihen verringerte sich auf 8,94 Prozentpunkte, nach 16 Prozentpunkten am 31. Januar.

„Bei Anleihe-Portfolios muss man fragen, warum sollte jemand zu einer Zeit mit außergewöhnlich niedrigen nominalen und realen Renditen in Staatsanleihen investieren?“, sagte Robert Parker, Leitender Berater bei Credit Suisse Asset Management, in einem Interview mit Bloomberg Television. „Meine Antwort darauf ist, dass man in europäischen Ländern wie Irland und Portugal, wo die Rettungsprogramme funktionieren, selektiv kleinere Positionen haben kann.“

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  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
    Wie heißt es doch so schön: Gewinne und Verluste müssen realisiert werden. Will sagen: Jeder Investor müßte jetzt auch verkaufen (unter der Voraussetzung er habe vor 7 Monaten sich getraut zu kaufen).
    Unter diesem Licht erscheinen Gewinne von 28% nicht nur exorbitant hoch, oh nein, sie zeigen die Gefährlichkeit des Geschäfts mit Staatsanleihen geradezu auf!
    Unvergessen sind die runzelgien Äußerungen unseres GaGa-Finanzministers an seinen portugiesischen Kollegen, dass die Ausschaltung des deutschen Parlaments kein Problem sei.
    Sollte sich hierzulande eine Staatsanwaltschaft trauen, gegen ihn zu ermitteln sähe man eher ortsweise in Portugal die Straßenbeleuchtung erlöschen als straßenweise.
    So ist sie - die Spekulation und nicht anders.
    Ein brauchbareres Abbild wird es geben - nach der Abwicklung des Staatsbankrotts Griechenlands.
    Vorhergehende Spekulation diesem Land gegenübe halte man doch eher für verfrüht und reichlich "volatil".
    Dem Artikel zufolge sind in 17 Jahren die erwarteten Quoten einer Verschuldung in Portugal noch immer ein Fünftel höher als es jegliches erträgliche Maß einer Staatsverschuldung zuließe.
    SO WIRD ES NICHT KOMMEN.

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