Renditezuwächse
Bondmärkte brechen ein

Massive Verluste der Anleihemärkte nach den Äußerungen von Ben Bernanke: Die Renditen sämtlicher zehnjähriger Staatsanleihen schnellten um mindestens zehn Basispunkte in die Höhe.
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Mit massiven Verlusten haben die Anleihemärkte am frühen Donnerstag auf den Ausblick von US- Notenbankchef Ben S. Bernanke reagiert. Bernanke hatte gesagt, die Fed werde unter Umständen noch 2013 die Anleihekäufe zu reduzieren.

“Der geldpolitische Ausschuss der Fed hat sich restriktiver gezeigt als von uns erwartet”, schrieben die Volkswirte Jan Hatzius und Sven Jari Stehn in einer Notiz am späten Mittwoch. “Das Risiko unserer Prognose, die von einem Beginn der Rücknahme der lockeren Geldpolitik ab Dezember ausging, ist gestiegen.”

Bundesanleihen rentierten um elf Basispunkte höher bei 1,67 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future sank um 131 Basispunkte ab auf 142,13 Prozent. Die Renditen sämtlicher zehnjährigen Staatsanleihen von Staaten aus der Eurozone schnellten um mindestens zehn Basispunkte in die Höhe.

Zehnjährige US-Treasuries gerieten lediglich moderat unter Druck. Dort hatte sich der Sprung der Renditen bereits am Vorabend vollzogen, mit einem Anstieg um 16 Basispunkte. Am frühen Donnerstag kletterte die Rendite weiter und stieg um zwei Basispunkte auf 2,37 Prozent.

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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Renditezuwächse: Bondmärkte brechen ein"

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  • Kursverluste von 130 Ticks im Bund-Future sind schon beinahe Panikverkäufe. Das Allzeit-Hoch im Kontrakt lag bei ca. 147 jetzt sind wir bei rd. 142,20. Vom beginnendne "Bond-Crash" möchte ich zwar noch nicht sprechen, aber die ZINSWENDE (im langfristigen Bereich) dürfte damit eingeläutet sein. Die kurzfristigen Zinsen dürfte die EZB mit ihrer ultra-lockeren Politik noch weiter unten halten können. Auch nicht zu verachten: die Konjunkturdaten weltweit knicken ein. Das müsste eigentlich den Anleihen Auftrieb geben - wäre diese Asset-Klasse nicht jetzt schon völlig überkauft...

  • Blinde und blauäugige sehen mal wieder nix, Andere sehen hier den Beginn eines Bondcrashes ...

  • "Bundesanleihen rentierten um elf Basispunkte höher bei 1,67 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future sank um 131 Basispunkte ab auf 142,13 Prozent. Die Renditen sämtlicher zehnjährigen Staatsanleihen von Staaten aus der Eurozone schnellten um mindestens zehn Basispunkte in die Höhe."

    Es handelt sich hier um Peanuts.

    Wir wollen endlich mal Renditen sehen, die sich nicht im mikroskopischen Bereich bewegen.

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