Renten
Anleihemärkte sind deutlich angeschlagen

Für die Anleihemärkte stehen in dieser Woche die Zeichen auf Sturm.

cü FRANKFURT/M. Die unmissverständliche Ankündigung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Leitzinsen im Dezember zu erhöhen, ließ am Freitagnachmittag die Anleiherenditen in der Euro-Zone nach oben schnellen. Händler waren zuletzt davon ausgegangen, dass sich die EZB mit einer Zinsanhebung noch bis ins nächste Jahr Zeit lässt.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg in der Spitze um 0,13 Prozentpunkte auf 3,56 Prozent und lag zum Handelsschluss bei 3,52 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future brach zwischenzeitlich um 1,11 Prozentpunkte ein und lag am Abend noch 0,84 Prozentpunkte im Minus bei 119,38 Prozent. Damit gab er fast seine kompletten Wochengewinne wieder ab. Viele Beobachter hatten der bis Freitagmorgen festeren Tendenz aber ohnehin nicht getraut und von einer kurzfristigen „Bärenrally“ gesprochen. Der Schlusskurs unter 119,68 Prozent vom Freitag ist laut WGZ-Bank aus technischer Sicht ein klares Indiz dafür, dass der Terminkontrakt seine übergeordnete Abwärtsbewegung wieder aufgenommen hat.

In dieser Woche dürften die Nachwehen mit Blick auf eine EZB-Zinserhöhung noch anhalten. Zudem stehen positiv erwartete Konjunkturdaten auf der Agenda, die die Anleihen belasten dürften. Unter anderem werden ein fester Ifo-Index in Deutschland, ein positiver Index der US-Frühindikatoren und ein höheres US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan erwartet. Das dürfte auch die US-Anleihen belasten, deren Renditen im zehnjährigen Bereich am Freitag bereits leicht auf 4,50 Prozent stiegen.

Am Markt für neue Anleihen konkretisierte Tui seine Pläne. Der Konzern plant zwei vorrangige Anleihen über insgesamt 700 Mill. Euro und eine nachrangige Hybrid-Anleihe über 300 Mill. Euro.

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