Renten
Flucht in die Qualität treibt die Anleihekurse

Die Suche der Anleger nach sicheren Anlagen in Europa und Konjunkturbefürchtungen in den USA haben am Montag die Anleihekurse angeschoben.

HB FRANKFURT. Dabei wirkte in Europa auch eine am Freitagabend veröffentlichte Studie von Moody's nach. Die Ratingagentur erwägt, die Noten für Anleihen von Zweckgesellschaften, sogenannten SIVs, im Volumen von 105 Mrd. Dollar zu senken. Damit dürften weitere Verluste bei forderungsunterlegten Anleihen anstehen. Erfreuliche Konjunkturdaten – das Industrie-Wachstum in der Euro-Zone zog im Oktober an – belastete die Staatspapiere nicht. Am späten Nachmittag rentierten zehnjährige Bundesanleihen sieben Basispunkte niedriger bei 4,09 Prozent. Der Bund-Future gewann 37 Basispunkte auf 114,75 Prozent.

In den USA legten die Rentenkurse am Nachmittag deutlich zu. Für Auftrieb sorgten Äußerungen von Eric Rosengren, Präsident der Notenbank von Boston. Er sieht das US-Wirtschaftswachstum über die nächsten zwei Quartale „deutlich unter“ dem langfristigen Wert. Damit wird eine Zinssenkung der US-Notenbank auf ihrer Sitzung am 11. Dezember wahrscheinlicher. Auch der im Rahmen der Erwartungen gesunkene nationale US-Einkaufsmanagerindex des ISM-Instituts stützte diese Erwartung. Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um sechs Basispunkte auf 3,98 Prozent.

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