Rentenfondsmanager ziehen sich bei Unternehmensanleihen zurück
Schwedenbonds gelten als attraktiv

Unternehmensbonds bescherten den international anlegenden Rentenfonds in den vergangenen Monaten zum Teil kräftige Wertgewinne. Jetzt haben Fondsmanager wie André Bischoff die Anteile deutlich reduziert.

HB/vwd Frankfurt/M. Bischoff war im Gerling Global Rentenfonds in den vergangenen Monaten bis zu 20 % in diesen Papieren investiert gewesen. „Viel Outperformance ist nicht mehr drin“, sagt er und sucht seine Chancen jetzt etwa bei schwedischen Staatstiteln. Mit einem Plus von 9,86 % in zwölf Monaten liegt das Gerling-Produkt unter 181 internationalen Rentenfonds auf Platz fünf.

Auch nach Ansicht von Iris Albrecht, Geschäftsführerin von Fund-Market Deutschland, ist aus den Firmenbonds die Luft weitgehend heraus. „Außerdem rechtfertigen die inzwischen erreichten geringen Zinsvorsprünge gegenüber Staatsanleihen nicht mehr das höhere Risiko, das mit Unternehmenstiteln verbunden ist“, ergänzt sie.

Einen Platz hinter dem Gerling Global Rentenfonds liegt mit 9,77 % der stärker in Firmenbonds engagierte Apo Rendite Plus Inka. Gerhard K. Girner, Vorstandsmitglied der Apotheker- und Ärztebank, ist nicht ganz so pessimistisch wie Bischoff und Albrecht. Zwar würden gerade Firmenbonds leiden, wenn es zu Konjunkturenttäuschungen käme. „Damit rechnen wir jedoch nicht“, sagt Girner. Vielmehr erwarte er eine Fortsetzung der positiven wirtschaftlichen Entwicklung, die er insbesondere in den USA erkennt.

Solchen Konjunkturoptimismus teilt Bischoff nicht. Sogar sinkende Zinsen kann er sich etwa in Schweden und Ungarn vorstellen. Gerade in Schweden, wo er zurzeit mit knapp 16 % deutlich über dem Niveau des Vergleichsindex investiert ist, aber auch in Neuseeland und Australien sieht er zusätzlich die Chance, von der Aufwertung der Währungen dieser Länder gegenüber dem Euro zu profitieren.

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