Rentenkurse
Aussichten für die Bondmärkte bessern sich

Der unerwartet schwache Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan hat die Rentenkurse deutlich steigen lassen. Die Renditen fielen. Der Bund-Future – Terminkontrakt auf lang laufende Bundesanleihen – beendete die Woche mit einem kräftigen Anstieg um 0,51 Prozentpunkte auf 120,70 Prozent.

HB FRANKFURT. Der Bruch des technischen Widerstands von 120,68 Prozent hat die Hoffnungen auf weitere Kursanstiege verstärkt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,45 Prozent, die zehnjähriger US-Anleihen fiel auf 4,54 Prozent. Im Wochenvergleich sind die Renditen diesseits und jenseits des Atlantiks leicht gesunken.

Der unerwartet kräftige Anstieg der US-Erzeugerpreise ließ die Rentenmärkte am Freitag dagegen weitgehend kalt. Die Erzeugerpreise stiegen im Monatsvergleich in der Kernrate – also ohne die Komponenten Energie und Lebensmittel – zwar um 0,4 Prozent und damit stärker als erwartet. Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Erhöhung der US-Erzeugerpreise seit Mitte Juli von plus 2,8 Prozent auf gegenwärtig plus 1,5 Prozent nahezu halbiert habe.

Die Rentenmärkte im Euro-Raum dürften in dieser Woche durch einen voraussichtlich gesunkenen Geschäftsklimaindex des Münchener Ifo-Instituts gestützt werden, der am Donnerstag veröffentlicht wird. Außerdem bleibt das Angebot an neuen Staatsanleihen in dieser Woche begrenzt, nachdem in der vergangenen Woche neue Staatsbonds über 20 Mrd. Euro platziert wurden. Die heutige Rede von Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), vor dem EU-Parlament dürfte die Märkte kaum belasten. Volkswirte erwarten, dass er weitere Hinweise auf eine Zinsanhebung im März geben wird. Dieser Schritt sei in den Renditen jedoch eingepreist. cü

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