Rentenmärkte
Daten aus den USA dürften die Renten stützen

Die Rentenmärkte dürften sich nach Einschätzung von Experten in der neuen Woche wieder etwas erholen. In der vergangenen Woche hatte sich die zuvor gute Stimmung zuletzt deutlich abgekühlt.

cü FRANKFURT. So stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf Wochensicht um 0,05 Prozentpunkte auf 3,79 Prozent, die der zweijährigen Bundesschatzanweisung sogar um 0,13 Punkte auf 3,64 Prozent. So niedrig war der Renditeabstand zwischen diesen Papieren seit fast sechs Jahren nicht mehr. In den USA kletterte die Rendite zehnjähriger Bonds auf 4,78 Prozent.Auslöser waren vor allem gute US-Konjunkturdaten, die Hoffnungen auf ein Ende der Leitzinserhöhungen dämpften. Gleichzeitig ließen mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) durchblicken, dass die Zinsen im Euro-Raum auch im nächsten Jahr noch steigen könnten.

In dieser Woche wird sich der Blick wieder auf die USA richten, wo unter anderem Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion anstehen. Beide dürften schwächer als im Vormonat ausfallen und erneut Hoffnungen auf stabile US-Leitzinsen schüren. Das Verbrauchvertrauen der Universität Michigan wird Schätzungen zufolge nicht höher sein. Auch von der Preisfront droht keine Gefahr für die Bondmärkte. Die Import- und Verbraucherpreise dürften durch den gesunkenen Ölpreis rückläufig sein.

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