Rentenmärkte
Renditeanstieg im Euro-Raum gerät ins Stocken

Die Lage an den Rentenmärkten hat sich gestern etwas beruhigt. Am Abend rentierte die zehnjährige Bundesanleihe mit 3,88 Prozent und damit auf dem vergleichsweise hohen Stand des Vortags. Dieses Niveau ist der höchste Stand seit November 2004.

HB FRANKFURT. Die überraschende Andeutung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen erst im Juni zu erhöhen, ließ die Renditen dann aber wieder etwas sinken. Die der zweijährigen Bundesschatzanweisung, die besonders stark auf Leitzinsänderungen reagiert, fiel bis auf 3,28 Prozent und lag zuletzt bei 3,29 Prozent.

Der Terminkontrakt Bund-Future gab im späten Handel seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab und fiel um 0,23 Prozentpunkte auf 116,16 Prozent. Das Tagestief lag bei 116,07 Prozent. „Eine Zinserhöhung im Mai ist zwar nicht ausgeschlossen, aber es bräuchte bis dahin schon sehr gute beziehungsweise überraschend hohe Inflationsraten“, kommentierte die Landesbank Baden-Württemberg.

Die amerikanischen Rentenpapiere profitierten von der überraschenden Wende der EZB dagegen nur sehr kurz. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg bis zum Mittag in New York auf 4,90 Prozent und damit über den Stand des Vortags.

Am Markt für neue Anleihen platzierte die Deutsche Telekom ihren am Vortag angekündigten fünfjährigen Bond über 750 Mill. Euro. Er wurde mit einem Kupon von vier Prozent und einem Ausgabekurs von 99,68 Prozent gepreist. Die Zeitarbeitsfirma Adecco kündigte eine Euro-Anleihe in zwei Tranchen an. cü

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