Rentenmarkt
Anleihekurse strotzen vor Kraft

Die Anleihemärkte dürften von der anhaltenden Nervosität an den Aktienmärkten profitieren. Analysten erwarten, dass die Unsicherheit über das Ausmaß der Kreditkrise anhält und Investoren verstärkt Anleihen kaufen.

FRANKFURT. Nachdem die am Freitag in den USA vorgelegten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt weitaus schlechter ausgefallen waren als erwartet und als erstes Zeichen für ein Überschwappen der Kreditkrise auf die Gesamtwirtschaft gewertet worden war, stiegen die Kurse an den Bondmärkten deutlich. Orientierung dürften weitere US-Konjunkturdaten geben, wie die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe von Anfang September, die US-Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Einfuhrpreise für August. In Europa, erklärte EZB-Ratsmitglied Axel Weber allerdings, er betrachte das Konjunktur-Umfeld weiter als gut. Die Zinsanpassungen seien noch nicht beendet.

Am Freitag legten die Kurse der Staatsanleihen massiv zu. Der Bund-Future kletterte 0,71 Prozentpunkte auf 114,46 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel leicht auf 4,2 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten um 0,14 Punkte niedriger bei 4,37 Prozent. Der Kurs der 30jährigen US-Staatsanleihe stieg um zwei Prozentpunkte, die Rendite sackte um 0,12 Punkte auf 4,68 Prozent - das ist der größte Tagesverlust seit drei Jahren.

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