Rentenmarkt
Die Aussichten für Staatsbonds trüben sich ein

Der vorsichtige Zinsschritt der Europäischen Zentralbank und die jüngsten Gewinne an den Aktienmärkten belasten die Kurse von Staatsanleihen. Auch der Terminkontrakt Bund-Future geht angeschlagen in die neue Woche. Gedämpft wird der Druck durch die Notenbanken in den USA und Großbritannien, die mit Anleihekäufen für eine hohe Nachfrage sorgen.

HB FRANKFURT. Die europäischen und amerikanischen Staatsanleihen gehen angeschlagen in die neue Woche. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die am Mittwoch nach schwachen US-Konjunkturdaten wieder unter die Marke von drei Prozent gefallen war, ging am Freitag mit 3,24 Prozent aus dem Handel. Der Terminkontrakt Bund-Future schloss mit 122,28 Prozent, nachdem er zuvor sogar auf 121,77 Prozent gefallen war. Damit rückt aus charttechnischer Sicht die wichtige Unterstützungzone um die 121,50 Prozent näher. Die Aussichten für die Anleihen haben sich somit eingetrübt.

Grund für die fallenden Kurse waren die schwächer als erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und die Gewinne an den Aktienmärkten. Nicht einmal die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag konnten die Kurse der Bonds stützen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsbonds kletterte auf 2,90 Prozent.

Gebremst werden dürften mögliche Renditeanstiege nach Meinung von Fachleuten indes dadurch, dass die US-Notenbank Federal Reserve und die britische Zentralbank Bank of England ihre Ankäufe von Staatsanleihen fortsetzen werden. Am Markt für neue Staatsanleihen wird es etwas ruhiger als in den Vorwochen. Emissionspläne hegen die USA, Italien, Österreich, Portugal und Großbritannien.

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