Rentenmarkt
Erholung am Aktienmarkt belastet europäische Staatsanleihen

Die leichte Erholung an den Aktienmärkten hat am Donnerstag die europäischen Staatsanleihen ins Minus gedrückt. Der Bund-Future lag am Nachmittag 20 Ticks im Minus bei 115,62 Zählern. Die zehnjährige Bundesanleihe gab 15 Ticks nach auf 99,750 Stellen.

HB FRANKFURT. „Die Erholung an den Aktienmärkten belastet den Bund-Future etwas. Dazu kommen die Spekulationen auf weiter steigende Zinsen in den USA“, sagte ein Analyst. „Zudem weisen die technischen Indikatoren nach unten“, ergänzte er. Der japanische Nikkei-Index legte am Donnerstag um mehr als drei Prozent zu, der Dax gewann bis zum Nachmittag 0,6 Prozent auf 5535 Punkte.

Wenig Auswirkungen auf die europäischen Festverzinslichen hatten am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA, die besser als von Analysten erwartet ausgefallen waren. Um 16.00 Uhr (MESZ) stehen noch die Frühindikatoren aus der weltgrößten Volkswirtschaft an. Börsianer rechnen jedoch damit, dass sich diese an den Finanzmärkten kaum niederschlagen werden.

Wie auch in den vergangenen Tagen waren auch am Donnerstag Zinsspekulationen das vorherrschende Thema an den Rentenmärkten. Die Börsianer erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) am kommenden Donnerstag zum 17. Mal in Folge den Leitzins erhöhen wird. „Eine Erhöhung um 25 Basispunkte ist in den Kursen vollständig enthalten“, urteilte Rentenanalyst Kornelius Purps von der HVB.

Die alles entscheidende Frage, die sich sich die Experten jedoch stellen, ist, ob der Schlüsselzins mit dann 5,25 Prozent an seinem Höhepunkt angekommen ist. Umso gespannter blicken die Finanzmärkte auf die Erklärung der Fed nach der Zinsentscheidung. HVB-Analyst Purps rechnet mit einem weiteren Zinsschritt auf dann 5,5 Prozent.

Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen stieg auf 3,94 (Mittwoch 3,92) Prozent. Der Rex-Rentenindex fiel um 0,08 Prozent auf 116,9161 Stellen.

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