Rentenmarkt
Gewinne am Aktienmarkt werfen Staatsanleihen zurück

Gewinnmitnahmen am Rentenmarkt: Die positive Stimmung am Aktienmarkt sowie die Aussicht auf ein kräftig anziehendes Angebot an Staatsanleihen durch das US-Konjunkturprogramm drücken auf die Kurse. Der schwache Ifo-Index geht vor diesem Hintergrund etwas unter.

HB FRANKFURT. Der deutsche Rentenmarkt hat am Montag trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus Deutschland etwas schwächer tendiert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,25 Prozent auf 120,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,410 Prozent. In der Vorwoche hatte der Rentenmarkt wegen der Sorge einer lang anhaltenden Wirtschaftsflaute noch kräftige Kursgewinne verzeichnet.

"Der Stimmungsumschwung am US-Aktienmarkt sowie das am Wochenende angekündigte Konjunkturprogramm des künftigen US-Präsidenten Barack Obama dürften die Nachfrage nach Staatsanleihen begrenzen", heißt es bei der HSH Nordbank. Auch das Rettungspaket der US-Regierung für die stark angeschlagene Großbank Citigroup habe für eine Stabilisierung an den Finanzmärkten gesorgt, hieß es am Markt.

Vor diesem Hintergrund konnte der im jüngsten Ifo-Index abzulesende unerwartet deutliche Stimmungseinbruch bei den deutschen Unternehmen den Rentenmarkt nicht umstimmen. Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab", hieß es bei der Postbank. Die Wirtschaft Deutschlands und der Euro-Zone dürfte einen "sehr harten Winter" durchlaufen. Nach Anzeichen einer Stabilisierung suche man derzeit vergeblich. "Selbst der letzte optimistische Unternehmer dürfte nun eingesehen haben, wie drastisch die aktuelle Krise ist", unterstrich DekaBank-Experte Gunnar Meyke. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte auf die anhaltende Konjunkturschwäche laut Commerzbank mit kräftigen Leitzinssenkungen reagieren. Bis zum Frühjahr 2009 werde die EZB den Leitzins von derzeit 3,25 Prozent auf 1,75 Prozent zurücknehmen.

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