Rentenmarkt
Händler tippen auf Bondkäufe der Notenbank

Spekulationen auf eine Fortführung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften in dieser Woche bei europäischen Anleihen für Kursgewinne und entsprechend sinkende Renditen sorgen.

FRANKFURT. Bis 30. Juli hatte die EZB nach eigenen Angaben durch Hypotheken oder Staatsgarantien besicherte Anleihen im Volumen von 4,2 Mrd. Euro aufgekauft. "Die EZB wird mit Sicherheit mehr Covered Bonds aufkaufen", sagte Nick Stamenkovic, Stratege beim Broker RIA Capital Markets in Edinburgh. "Das dürfte den Anleihe-Kursen etwas Unterstützung verschaffen." Die Bank of England hat dagegen bereits signalisiert, dass sie eine Pause in ihrem Anleihekaufprogramm erwägt. Für US-Bonds dürften die erwarteten schwachen Konjunkturdaten Rückenwind bringen.

Am Freitag hatte ein überraschend deutlicher Rückgang bei den Konsumausgaben in den USA die Anleihekurse nach oben getrieben. Entsprechend sank die Rendite der zehnjährigen Treasuries elf Basispunkte auf 3,50 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Freitag bei 3,30 Prozent zwölf Basispunkte niedriger. Vergleichsweise ruhig dürfte es diese Woche am Primärmarkt bleiben. In Europa stehen keine Emissionen an, und auch die USA pausieren nach den Rekord-Volumina der vergangenen Woche zunächst bei den Anleiheemissionen.

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