Rentenmarkt
Inflationsrate und Atomstreit beflügeln Anleihen

HB FRANKFURT. Eine sinkende Inflationsrate in Deutschland und geopolitische Unsicherheiten im Zuge des Atomstreits mit dem Iran haben den deutschen Anleihenmarkt am Dienstag beflügelt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte bis gegen 13.25 Uhr um 0,2 Prozent auf 122,43 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank um 0,026 Punkte auf 3,221 Prozent.

Der Rentenmarkt ist nach dem Feiertag in den USA am Montag erst jetzt richtig in die Handelswoche gestartet, hieß es von Händlern. Ein Rückgang der deutschen Inflationsrate im Dezember auf 2,1 Prozent dämpfe dabei die Sorge der Anleger vor einer weiteren Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Dezember hatte die EZB den Leitzins wegen steigender Verbraucherpreise erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder auf 2,25 Prozent angehoben.

Außerdem werde der Markt durch die geopolitischen Unsicherheiten im Zuge des Atomstreits mit dem Iran und durch einen kräftigen Anstieg des Ölpreises gestützt, sagte Analyst Marius Gero Daheim von der WestLB. Im weiteren Handelsverlauf würden die Anleger zudem mit Spannung auf die ersten US-Konjunkturdaten der Woche warten, sagte der Experte. Auf dem Programm stehen unter anderem die Daten zur US-Industrieproduktion im Dezember.

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