Rentenmarkt
Kanada ermöglicht Pfandbriefe

Investoren hoffen, dass es bald die ersten gedeckten Anleihen aus Kanada gibt, die hinsichtlich ihrer Konzeption dem deutschen Pfandbrief ähnlich sind. Als erster potenzieller Emittent von so genannten Covered Bonds kommt nach Ansicht der WestLB die Royal Bank of Canada in Frage.

cü FRANKFURT. Die nach Bilanzsumme von umgerechnet 409 Mrd. Euro größte kanadische Bank könnte theoretisch mit Hypotheken gedeckte Papiere über bis zu 16 Mrd. Euro emittieren. Dafür müsste sie Verträge aufsetzen, die vielen europäischen Gesetzen für die Emission der Papiere ähneln.

Anlass für die Spekulationen ist, dass die kanadische Finanzaufsicht den Widerstand gegen die Zulassung der Papiere aufgegeben hat. Prinzipiell dürfen kanadische Banken künftig Covered Bonds begeben, so lange ihr Gegenwert vier Prozent der Bilanzsumme nicht übersteigt. So soll gesichert werden, dass im Insolvenzfall nicht zu viele Gläubiger bevorzugt behandelt werden. Zins- und Tilgungszahlungen bei Pfandbriefen werden selbst dann gezahlt, wenn der Emittent insolvent wird.

In den meisten europäischen Ländern sind Covered Bonds nach deutschen Vorbild gang und gäbe. Die ersten Papiere dieser Art außerhalb Europas gibt es bislang nur aus den USA.

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