Rentenmarkt
Neue Tiefs bei Renditen erwartet

Am europäischen Rentenmarkt rechnen Experten in der neuen Handelswoche mit weiteren Kursgewinnen und neuen Tiefständen bei den Renditen. "Die Rally wird weitergehen", sagt Fondsmanager Axel Blase von der Fondsgesellschaft Invesco in Frankfurt. "Da sich der Konjunkturausblick verschlechtert, wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen noch deutlicher senken."

FRANKFUR. In den vergangenen vier Wochen haben Anleger immer stärker auf die Sicherheit von Staatsanleihen gesetzt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte mit 2,94 Prozent den niedrigsten Stand seit 1989, nachdem bekannt wurde, dass die Wirtschaftskraft des Euroraums im dritten Quartal geschrumpft ist und die EZB ihren Leitzins in beispiellosem Umfang gesenkt hat.

Neuen Abwärtsdruck auf die Renditen könnten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland bringen, die morgen vorgelegt werden. Ökonomen erwarten, dass sich die Stimmung weiter eingetrübt hat. Nach Ansicht der WestLB wird die Zeit der überaus niedrigen Bondrenditen auch in den USA weitergehen.

Zehnjährige Treasuries rentierten vergangene Woche erstmals seit 50 Jahren unter 2,6 Prozent. Für verstärkte Kauforders sorgte die Ankündigung von Fed-Chef Bernanke, die US-Notenbank werde womöglich in großem Stil Treasuries aufkaufen.

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