Rentenmarkt
Risikoscheue Anleger lassen Bund-Future klettern

Die anhaltende Nervosität an den globalen Finanzmärkten nach den jüngsten Turbulenzen hat auch am Dienstag viele Anleger zu Staatsanleihen greifen lassen. Dabei kamen die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren aus den Vereinigten Staaten:

HB FRANKFURT. Das Rätselraten über die Zukunft des US-Immobilienfinanzierers New Century und eine Ausweitung der Krise auf größere Teile der Branche hielt an. Dann erinnerten überraschend schwache Daten vom US-Einzelhandel viele Investoren an die Abwärtsrisiken für die größte Volkswirtschaft der Welt.

Der für die Staatsanleihen in Europa richtungweisende Bund-Future legte bis zum Nachmittag 32 Ticks auf 116,32 Punkte zu. Die Rendite der dem Bund-Future zu Grunde liegenden Bundesanleihe fiel spiegelverkehrt auf 3,899 Prozent.

„Auch der erneute Rückfall der Aktienkurse spielt ganz klar wieder eine Rolle, dass es am Rentenmarkt aufwärts geht“ urteile Rentenexperte Peter Müller von der Commerzbank. Der Dax gab im Gleichschritt mit den anderen europäischen Aktienindizes rund ein Prozent nach. An der Wall Street nahmen Dow Jones und Nasdaq Composite den Handel ebenfalls im Minus auf.

Aus Müllers Sicht steht bei vielen Anlegern am Rentenmarkt die Sorge im Vordergrund, die jüngsten Konsumdaten aus den USA - der private Verbrauch ist die wichtigste Stütze der dortigen Volkswirtschaft - könnten die US-Notenbank früher als erwartet zu einer Absenkung des Leitzinsniveaus von derzeit 5,25 Prozent veranlassen. Die Einzelhandelsumsätze in den USA waren im Februar marginal gestiegen, ohne Berücksichtigung des auf die Automobilindustrie entfallenden Teils sogar gesunken.

Angesichts eines ansonsten recht leeren Terminplans rechnen die meisten Auguren für den Tagesverlauf kaum noch mit größeren Veränderungen bei den Renten. Nur die am Abend anstehende Auktion neuer zehnjähriger Staatsanleihen in den USA habe Potenzial, den Markt zu bewegen, sagten Händler.

Die Bundesbank berechnete die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere am zweiten Handelstag der Woche mit 3,95 (Montag: 3,99) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um elf Ticks auf 116,80 Zähler.

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