Rentenmarkt
Schwache US-Daten geben Anleihen Impulse

Der schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht hat auf den internationalen Rentenmärkten Spekulationen genährt, nach denen die US-Notenbank im August zumindest nicht weiter an der Zinsschraube dreht. Gemäß den Zahlen sind in den USA im Juni nur 121 000 zusätzliche Stellen geschaffen worden. Ökonomen hatten hingegen mit mindestens 185 000 Stellen gerechnet.

pga FRANKFURT. Am US-Bondmarkt wurden daraufhin spürbare Kursgewinne verzeichnet. Dieser Tendenz folgte auch der europäische Markt. Nach Einschätzung der Analysten von Dresdner Kleinwort nähert sich der Markt einem wichtigen Wendepunkt in der Wahrnehmung. Hinweise auf eine Abkühlung am Immobilienmarkt und zunehmend klamme Kassen bei den privaten Haushalten infolge hoher Ölpreise seien die Vorboten einer ausgeprägten US-Konjunkturabkühlung gegen Ende des Jahres, heißt es. Die US–Zinserwartungen dürften damit sinken.

Für Euroland rechnen die Experten der HSH Nordbank damit, dass die Zinsen am langen Ende zunächst noch einmal anziehen, da die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihren Zinserhöhungen stärker aufs Gaspedal treten dürfte. Der Bund-Future stieg um 47 Stellen auf 115,38 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 4,06 Prozent, zehnjährige US-Bonds mit 5,13 Prozent.

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