Rentenmarkt
Verunsicherung treibt Bond-Kurse

Beiderseits des Atlantiks rechnen Investoren in dieser Woche mit weiter steigenden Anleihekursen. Grund sind die verunsicherten Anleger, die in die als "sicherer Hafen" geltenden Staatsanleihen flüchten.

FRANKFURT. Nicht zuletzt nach dem Zusammenbruch der größten US-Sparkasse Washington Mutual sorgen sich Marktteilnehmer, dass weitere Banken verstaatlicht oder liquidiert werden. Der Geldmarkt ist wegen der Zurückhaltung der Banken bei Krediten an andere Geldhäuser stark in Mitleidenschaft gezogen. So stieg der Dreimonatssatz für Dollar-Ausleihungen in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Januar.

Am Primärmarkt wird für diese Woche eine Reihe von Staatsemissionen erwartet. Italien will sich heute insgesamt 6,75 Mrd. US-Dollar über zwei Festzins-Anleihen mit Laufzeiten bis 2011 und 2018 und ein Papier mit variabler Verzinsung und Fälligkeit 2015 beschaffen. Belgien hat die Emission von drei-, sechs- und zehnjährigen Anleihen im Volumen von bis zu 2,4 Mrd. Euro angekündigt. Großbritannien will mit einem 2049 fälligen Bond über 2,25 Mrd. Pfund und Frankreich mit zwei sechs- und zehnjährigen Anleihen über bis zu 5,5 Mrd. Euro kommen.

Das Stimmungsbarometer am europäischen Bondmarkt, der Bund-Future mit Fälligkeit im Dezember, legte am Freitag um 0,4 Prozentpunkte zu auf 113,73 Prozent.

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