Rentenmarkt: Zinsaussichten lasten auf den Anleiherenditen

Rentenmarkt
Zinsaussichten lasten auf den Anleiherenditen

Die Furcht vor einer globalen Abkühlung und die Aussicht auf weiter sinkende Leitzinsen in den USA haben beiderseits des Atlantiks die Anleihekurse vorangetrieben und die Renditen nachgeben lassen.

FRANKFURT. Zehnjährige US-Treasuries rentierten bis zu 14 Basispunkte niedriger und erreichte mit 3,29 Prozent zeitweise den niedrigsten Stand seit Juni 2003. Bei Bonds mit 30 Jahren Laufzeit fiel die Rendite am frühen Nachmittag auf das Rekordtief von 4,10 Prozent.

"Die Investoren legen immer mehr Wert auf eine sichere Geldanlage", sagte Fondsmanager Axel Blase von Invesco Asset Management in Frankfurt. Die Federal Reserve werde die Zinsen weiter senken, sodass die Renditen weiter nachgeben dürften. Bondstratege Sean Maloney von Nomura bezeichnete den Markt als "von Angst getrieben".

Am europäischen Bondmarkt bestärkten schwache Daten zum Dienstleistungssektor den Konjunkturpessimismus. Der Sektor, der etwa ein Drittel zur Wirtschaftskraft Europas beiträgt, zeigte im Januar das niedrigste Wachstum seit über vier Jahren. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten acht Basispunkte niedriger bei 3,91 Prozent. Der Bund-Future stieg 84 Basispunkte auf 116,92 Prozent. Am Primärmarkt stockte Deutschland eine 30jährige Bundesanleihe um vier Mrd. Euro auf.

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