Rückkauf von Unternehmensanleihe
Rheinmetall schuldet um

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat Investoren große Teile einer alten Unternehmensanleihe abgekauft. Eine neue Anleihe lässt derweil auf sich warten.

HB DÜSSELDORF. Rheinmetall hat rund 43 Prozent seiner 2001 begebenen Unternehmensanleihe über 350 Millionen Euro vorzeitig zurückgekauft. Insgesamt hätten die Investoren 148,8 Millionen Euro angedient, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Düsseldorf. Mit der Rückkaufquote sei man zufrieden, schließlich sei die Rückkaufofferte auch attraktiv gewesen. Rheinmetall hatte angeboten, die Fünf-Jahres-Anleihe mit Fälligkeit Mai 2006 vorzeitig für 104 Prozent des Nominalwertes zurückzunehmen.

Rheinmetall will durch den Rückkauf der laufenden Unternehmensanleihe und die Begebung eines neuen Bonds von dem derzeit niedrigeren Zinsniveau profitieren. Die laufende Anleihe ist mit einem Kupon von 6,125 Prozent deutlich höher verzinst als derzeit am Kapitalmarkt üblich.

Die Begebung der neuen Anleihe über 300 Millionen Euro verzögert sich nach Angaben des Unternehmenssprechers weiter. Rheinmetall hatte die Emission in der vorigen Woche angesichts eines ungünstigen Marktumfelds verschoben. Sie werde aber bald kommen, sagte der Sprecher. Mit der Transaktion hat der Düsseldorfer Konzern die Commerzbank und Dresdner Kleinwort Wasserstein beauftragt.

Unternehmensanleihen in Euro waren zuletzt massiv unter Verkaufsdruck geraten. Die Sorge über die Entwicklung der Auto-Riesen General Motors und Ford hatte auf andere Branchen über gegriffen und die Nervosität unter Investoren geschürt.

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