Russische Staatsanleihen: Versicherungen gegen Zahlungsausfall steigen auf Niveau von Juni 2012

Russische Staatsanleihen
Versicherungen gegen Zahlungsausfall steigen auf Niveau von Juni 2012

Sanktionen des Westens gegen Russland werden immer wahrscheinlicher. Das setzt Versicherungen gegen den Ausfall russischer Anleihen unter Druck. Der Rubel bleibt dagegen stabil – dank der russischen Notenbank.
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FrankfurtDie drohenden westlichen Sanktionen haben die Kosten für die Versicherung russischer Kredite gegen Zahlungsausfall am Mittwoch in die Höhe getrieben. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets russischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich um 11.000 auf 248.000 Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Das sei der höchste Stand seit Juni 2012.

Parallel dazu trennten sich weitere Anleger von russischen Aktien. Die Leitindizes der Moskauer Börse rutschten zweitweise um jeweils mehr als zwei Prozent ab. Auch Anleihen des Landes warfen Investoren aus ihren Depots. Der Kurs des bis 2043 laufenden Dollar-Bonds fiel auf bis zu 94,26 Punkte, den tiefsten Stand seit der Ausgabe der Papiere im vergangenen September. „Sanktionen werden den Abfluss von Kapital noch beschleunigen“, betonte Analyst Michael Kusmin von Investcafe.

Der Rubel blieb dagegen sowohl zum Dollar als auch zum Euro stabil. Offenbar scheuten Investoren Wetten auf fallende Kurse, schrieben die Experten von VTB Capital in einem Kommentar. Schließlich wolle die russische Notenbank die Währung über Interventionen stützen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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