Schulden
Cemex denkt über langfristige Anleihen nach

Den mexikanischen Zementkonzern Cemex plagt ein hoher Schuldenstand. Als möglichen Ausweg aus der Krise erwägt das Unternehmen nun die Ausgabe einer langfristigen Anleihe. Dies würde dem Branchenriesen erst einmal Luft verschaffen.
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HB MONTERREY. Der hoch verschuldete mexikanische Zementriese Cemex erwägt die Ausgabe einer langfristigen Anleihe. Sie könnte eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren haben, sagte Cemex-Chef Lorenzo Zambrano am Freitag in einem Reuters-Interview. So könnte sich der Konkurrent von HeidelbergCement und Dyckerhoff bei der Rückzahlung von 15 Mrd. Dollar Schulden Luft verschaffen. Bisher muss Cemex das Geld bis 2014 zurückerstatten. Zambrano schloss unterdessen eine Fusion mit dem österreichischen Rivalen Holcim oder mit der französischen Lafarge aus. Nach der milliardenschweren Übernahme des australischen Konzerns Rinker sorgten sich Investoren um die Zukunft des drittgrößten Zementkonzerns.

Doch der Cemex-Chef selbst gibt sich inzwischen wieder optimistisch. "Das Schlimmste ist überstanden", sagte Zambrano weiter. Er räumte ein, bei der Finanzierung der Rinker-Übernahme einen Fehler begangen zu haben. Der Kauf hätte konservativer finanziert werden müssen. Die Übernahme für 16 Mrd. Dollar war die bisher größte eines mexikanischen Unternehmens überhaupt. Im August erreichte Cemex eine Verlängerung der Schuldenfrist bis 2014. Im September sammelte der Konzern am Aktienmarkt 1,8 Mrd. Dollar frisches Kapital ein.

Auf Cemex lastet infolge der Immobilienkrise auch ein Umsatzeinbruch auf seinen wichtigen Märkten in den USA und in Europa. Doch im kommenden Jahr rechnet Zambrano wieder mit einem besseren Zementgeschäft in den USA. Mit dem Kauf von Rinker avancierte Cemex zum größten Zementkonzern in den USA.

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